CLAUDE KARGER

Das „Lëtzebuerger Land“ macht sich Gedanken über den Erneuerungsprozess in der CSV, der anscheinend gar nicht so Recht vom Fleck kommen mag. Die alte Garde, die die Wahl 2013 „nicht als Niederlage, sondern eher aus dummen Ausrutscher“ betrachte, habe nämlich „kaum ein Interesse daran, dass sich die Partei erneuert, das würde ja bedeuten, sich eigene Konkurrenz heranzuziehen. Françoise Hetto-Gaasch, Wiseler, Spautz - sie alle haben das Alter und den Ehrgeiz, um noch einmal Minister zu werden. Die jetzige Erbfolge zu hinterfragen, hieße auch, diese Erbfolge in Frage zu stellen“. Und dann soll der Schatten von Altmeister JCJ auch noch über allem schweben: „In Parteigremien lässt er sich Insidern zufolge zwar nicht mehr blicken, aber im Fraktionssitz auf dem Fischmarkt soll es öfters nach kaltem Rauch riechen“, hat das „Land“ vernommen. Fazit: Für die (nicht mehr so ganz) jungen Wilden in der Partei, könnte es weiterhin sauer werden. Aber vielleicht bringen sie beim Dreikönigstreffen der CSV im Vitarium in Roost am 10. Januar die Milch so richtig ans Kochen und halten sie sogar auf Temperatur, ohne dass sie verbrutzelt. Könnte aber auch sein, dass es da auf einmal zugeht wie bei „Rauchende Colts“, wo dauernd scharf geschossen wird. Reichlich Dampf dürfte es auf jeden Fall geben. Mal sehen, wer noch steht, wenn dieser sich lichtet.