LUXEMBURG
SVEN WOHL

Kommt der Regen, weiß man oft nicht, was tun - Einige Tipps

Auch wenn sich die Sonne nach einigen verregneten Tagen wieder blicken lässt: Jeder Sommer findet sein Ende. Doch wie soll man bloß die Zeit totschlagen, wenn das Wetter nicht mehr dazu einlädt, durchs ganze Land zu radeln oder mit Freunden etwas zu unternehmen? Das Smartphone bietet allerlei Kurzweil, auch für die jüngeren Semester unter uns. Aber aufgemerkt: Kinder unter drei Jahren sollten grundsätzlich von Bildschirmen ferngehalten werden. Bis zum sechsten Lebensjahr soll die Zeit dann auch noch stark begrenzt sein. Erst ab dem siebten Lebensjahr soll man auf Bildschirme zurückgreifen.

Für Unterhaltung sogen natürlich zum einem die unzähligen Spiele-Apps. Während diese durchaus für Unterhaltung sorgen, sollte man in zweierlei Hinsicht als Eltern aufmerksam sein: Zum ersten können optionale Bezahlinhalte in ihnen lauern, zum anderen können sie, wie auch andere Apps, Berechtigungen auf andere Daten anfragen. Die Grundregel lautet, selbst zu überprüfen, was die App verlangt und entscheiden, welche Zugriffe man gewähren möchte.

Video-Apps mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten

Bei Video-Apps gilt derweil: Auf keinen Fall sollten Youtube, Netflix und co. zum Babysitter mutieren. Der Algorithmus, der beispielsweise Youtube zu Grunde liegt, ist nicht der beste Freund der Eltern. In der Vergangenheit wurde er mehrmals unterwandert, um Kindern und Jugendlichen hochgradig fragwürdige Inhalte unterzujubeln. Eltern sollten auf keinen Fall ihre Kinder alleine mit dem Streaming-Dienst lassen. Bei Netflix und anderen Bezahldiensten sieht es da schon etwas anders aus: Hier kann man meistens ein Kinder-Unterkonto nach belieben einstellen. Hier kann man zwei Varianten einstellen: Für kleine Kinder und für ältere Kinder. Mit den sogenannten „Parental Controls“ kann man mit Hilfe einer vierstelligen Pin zusätzliche Einschränkungen einstellen. Hier kann man dann beispielsweise alle Konten so einschränken, dass nur für jeden freigegebene Inhalte ohne Pin abrufbar sind. Über die Kontoeinstellung kann man sogar spezifische Serien oder Filme unabhängig von der Altersfreigabe einschränken. Bei Amazon Prime Video sind die Einstufungsmöglichkeiten noch etwas filigraner: Sie reichen von „Alle“ (Null bis sieben Jahre), ältere Kinder (sieben bis zwölf Jahre), Teens (13 - 16 Jahre) und junge Erwachsene (16 - 18 Jahre). Diese Einschränkungen lassen sich zusätzlich für jedes verbundene Gerät einstellen. Einzelne Titel lassen sich jedoch nicht aussperren. Wem das alles zu kompliziert ist, der kann ganz klassisch auf DVD‘s oder Blu-Rays setzen. Dort hat man dann den vollen Überblick und Kontrolle darüber, was auf der heimischen Mattscheibe läuft. Die goldene Regel: Mit den Kids darüber sprechen, was sie sich ansehen. Noch besser: Zusammen mit ihnen die Serien oder Filme schauen.

Natürlich kann man das Netz auch nutzen, um Interessantes zu erfahren und Einiges zu lernen. BEE-SECURE etwa hält hier eine ganze Reihe an spannenden Links (unter tinyurl.com/bee-liste) bereit. Dort findet man wissenschaftliche Experimente für zu Hause, Geschichten zum Lesen wie auch Übungen.

Immer empfehlenswert: das Buch

Am besten kann man den Nachwuchs mit einem Besuch in der örtlichen Bibliothek überraschen. Diese bieten im ganzen Land verteilt einen großen Kinder- und Jugendbereich, mit reichlich Literatur für jeden Geschmack. Nützlicherweise werden diese auch noch in den unterschiedlichen Landessprachen angeboten. Wer händeringend nach guten Empfehlungen sucht, sollte sich einfach an das Personal vor Ort richten: Sie kennen den Bestand der Bibliothek besser als alle anderen und wissen auch, was den Jüngeren gefällt. Vor allem wissen sie, welche Bücher für welches Alter geeignet sind. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es Romane oder Comics sind: Hauptsache ist, es wird gelesen. Praktischerweise ist der gesamte Katalog der öffentlichen Bibliotheken auch online einsehbar auf a-z.lu. Wer also schon weiß, was gebraucht wird, kann sich hier schon vor dem Abstecher in die Bibliothek schlau machen und reservieren.