LUXEMBURG
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Luxemburg Rund 120 Experten aus aller Welt tagen seit gestern und noch bis Freitag bei der 9. „Akademie der Sozial- und Solidarwirtschaft“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Luxemburg zu den „best practices“ für die Förderung einer Wirtschaftsfelds, dem immer größere Bedeutung zukommt. In einer vom digitalen Umbruch und wachsender Globalisierung geprägten Welt sei die Solidarwirtschaft ein wichtiger Weg, um mit den sozialen Auswirkungen dieser Entwicklungen klar zu kommen und für dezente Arbeitsbedingungen zu sorgen, sagte gestern morgen bei einer Pressekonferenz Vic van Vuuren, der Direktor der Unternehmensabteilung der ILO.

Wichtig für die Zukunft der Arbeit

Das Thema sei ein wesentlicher Aspekt der Diskussion über die Zukunft der Arbeit, die die ILO ständig führt und die besonders das 100. Jubiläum der Organisation im Jahr 2019 prägen wird. Dass die jährliche „Akademie“ diesmal in Luxemburg tagt, ist kein Zufall, denn das Großherzogtum hat sich vor rund einem Jahr einen rechtlichen Rahmen für die so genannten „sociétés d‘impact sociétal“ gegeben. Ein Modell, das die Teilnehmer an der „Akademie“ nicht nur studieren werden, sondern sie werden auch vor Ort in Betrieben sehen, wie es umgesetzt wird. Vic van Vuuren bedauert, dass ein regulatorisches Umfeld für die Sozialwirtschaft noch in vielen Ländern fehlt. In Luxemburg sind mittlerweile rund 40 Unternehmen Mitglied der „Union Luxembourgeoise de l‘économie sociale et solidaire“, mit deren Hilfe die „Akademie“ der ILO zustande kam. 13 Startups gedeihen derzeit im Solidarwirtschaftsinkubator „6zero1“ in Differdingen. Und es gebe eine Warteliste, wie es gestern hieß.