CLAUDE KARGER

Agenten. Überall Agenten und versteckte Agendas. Selbst Luc Frieden soll einer sein, schrieb gestern der „t“-Leitartikler, der es offensichtlich satt hat mit der „Brüssel-hörigen Regierungskoalition“ und ihrem aus der Escher Kanalstrassen-Perspektive offensichtlich völlig unnötigen Sparpolitik. „Kein Geringerer als der oberste Luxemburger Agent des Kapitals, Finanzminister Frieden, der jetzt schon auf Wahltournee für die CSV geht (cf. Hesperingen), schürt die Angst vor dem politischen Streit und dem gewerkschaftlichen Kampf um die Arbeitnehmer-Rechte“. Wer so spreche, „der weiß, dass die CSV, trotz ihrer finanziellen (verprassten Reserven!) und politischen (Bommeleeër!) Misswirtschaft, Luxemburg weiter regieren wird, auf die Komplizität einer der kleinen Parteien zählen kann“. Man habe sich vorsichtig darauf einzustellen, dass eine bei den nächsten Wahlen „zwar geschwächte XXL-CSV“ noch immer doppelt so viele Parlamentssitze zählen wird als die Parteien in „S-Größe“ „und dass sie, folgerichtig, mit dem genehmsten, mit dem gefügigsten Partner die Politik macht, die in ihrem innersten Kreis beschlossen wurde“. Na, schau mer mal. Ob Frieden noch weiter wahlkämpfen und Juncker weiter touren darf. Und die Bürger nicht aber den großen Wechsel wählen.