LUXEMBURG
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Ausstellung „Ons Schueberfouer“ im „Lëtzebuerg City Museum“

Die „Schueberfouer“, bekanntlich 1340 von Johann dem Blinden als Handelsmesse gegründet, wandelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem reinen Vergnügungsjahrmarkt, der heute zu den wichtigsten in Europa zählt. Die Messe ist ohne Zweifel ein generationen- und schichtenübergreifendes Ereignis, mit dem viele Luxemburgerinnen und Luxemburger Kindheits- und Jugenderinnerungen verbinden.

So kam die Idee auf, doch eine Ausstellung zur „Schueberfouer“ auf die Beine zu stellen, „was nicht ganz einfach war“, wie es Guy Thewes, Direktor von „2 Musées de la Ville de Luxembourg“, unterstreicht.

Großen Raum nehmen in der Präsentation, die übrigens die erste ihrer Art ist, die Geschichte des Schaustellerwesens sowie die technischen Veränderungen bei den Fahrgeschäften ein, veranschaulicht durch nostalgische Karusselltiere, Schiffsschaukeln oder Achterbahn-Chaisen. Historische Fotos, Postkarten, Plakate und Filmaufnahmen geben Einblick in die Vergnügungen vergangener Zeiten. Die Schueberfouer mit ihrem besonderen Brauch des „Hämmelsmarsches“ steht im nationalen Inventar des immateriellen Kulturerbes.

Regelrechte Stars auf der „Schueberfouer“ waren um 1900 der international erfolgreiche Kraftprotz John Grün sowie Buffalo Bill aus den USA mit seiner „Wild West Show“.

Ein eigener Raum zeigt die „Fouer“ aus ungewohnter Perspektive, in Form von drei künstlerischen Positionen heutiger Fotografen. Interviews mit Schaustellern, deren Geschäfte bereits seit mehreren Generationen auf dem Fest präsent sind, vermitteln einen Eindruck vom ihrem Leben, kommen diese heute doch aus Luxemburg, Frankreich, Belgien, Deutschland und den Niederlanden - was sich auch in den verschiedenen Esskulturen widerspiegelt.

Die Ausstellung ist mit einem Rahmenprogramm verbunden, in dem unter anderem Kinder in Ateliers aktiv werden können und beispielsweise ihre eigenen „Fouer-Plakate“ oder kleine Fahrgeschäfte herstellen können.

Die Ausstellung ist bis März 2020 zu sehen - weitere Infos unter citymuseum.lu - die nächste Führung durch die Ausstellung ist übrigens am kommenden Samstag, 15.00