LUXEMBURG
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Über den Ursprung des Welttags des Hutes und behütete Promi-Häupter

Es war einmal: Jedes Jahr am 25. November gingen in Frankreich und zahlreichen anderen Ländern die „Catherinettes“ um. So wurden Frauen ab 25 genannt, die noch ledig waren. Zum Fest der heiligen Katharina von Alexandrien, Schutzheilige der Jungfrauen, zogen sie in vielen Städten in ihren besten Kleidern umher. Dazu gehörte auch ein besonders schöner Hut - oft in gelb und grün - , den sie mitunter Statuen der heiligen Katharina aufsetzten, eine Geste, oft verbunden mit Gebeten, um sich das Wohlwollen der Heiligen bei der Suche nach einem Gatten zu sichern.

Das Fest war damals auch die Hochsaison für die Näher- und Hutmacherzunft, deren Schutzpatronin die heilige Katharina im Laufe der Zeit wurde. Heute ist von den alten Traditionen kaum mehr was übrig. Aber immer noch wird rund um die Welt der 25. November als „Tag des Hutes“ begangen und vielerorts werden dann die schönsten Kreationen gezeigt.

Markenzeichen

Die Gemeinschaft Deutscher Hutfachgeschäfte e.v. etwa macht an diesem Tag mit diversen Aktionen auf die Hutmode aufmerksam und kürt sogar seit 2013 den „Hutträger des Jahres“. Mit dem „Goldenen Hut“ prämiert werden Prominente, die den Hut zum Teil ihres Markenzeichens gemacht haben. Im vergangenen Jahr fiel die Wahl auf Singer/Songwriter Gregor Meyle, im Jahr zuvor bekam der Schauspieler Jan-Josef Liefers den Preis.

Auch andere Künstler kann man sich schwer ohne Hut vorstellen. Udo Lindenberg zum Beispiel , oder der amerikanische Sänger Pharrell Williams. Geht man weiter in der Geschichte zurück, fallen einem Charlie Chaplin mit seinem charakteristischen „Bowler“ ein, die „Blues Brothers“ mit ihren „Fedoras“. „Indiana Jones“ alias Harrison Ford ging in den Spielberg-Streifen manchmal sogar noch zusätzliche Risiken ein, um seinen geliebten Filzhut zu retten - das Original aus den Filmen wechselte übrigens im vergangenen September bei einer Auktion in London für rund 400.000 Pfund den Besitzer.

Große Staatsmänner bleiben nicht zuletzt durch ihre Hüte in der kollektiven Erinnerung: US-Präsident Abraham Lincoln mit seinem Zylinder oder Großbritanniens Regierungschef Winston Churchill mit seinem „Homburg“. Bei den Damen hat die gelernte Hutmacherin und spätere Modezarin Coco Chanel selten einen Auftritt ohne extravagante Kopfbedeckung hingelegt. US-Präsidentengattin Jackie Kennedy wurde in den 1950ern und 1960ern nicht zuletzt durch ihre „Pillbox“-Hüte zu einer Modeikone. Gekrönte Häupter wie die Queen tragen bei offiziellen Anlässen meist Hut. Zum Anlass des Welttags des Hutes nehmen wir Sie mit in eines der letzten Hutmodeateliers Luxemburgs.