„Mediationsrunden im Sekundarunterricht erinnern an die jüngsten Verhandlungen mit der griechischen Regierung“, befand gestern eine „Wort“-Journalistin, die sich offensichtlich am Dienstag die Beine in den Bauch stand, nur um am Ende doch keinen Klartext zu erfahren. „Der Wille zu einer konstruktiven Lösung ist da“, sagt Minister Meisch. In der Tat hat man solche Aussagen auch im Hellas-Hakeln während Monaten tausendfach gehört. Ob es auch am Ende zu durchverhandelten Nächten mit den „Proffen“ kommt? Durchbruch im Morgengrauen? Schön wär’s. Weniger schön geht es in Kefalonien zu, wo der „Wort“-Lokalboss eine Dame traf, die Jean-Claude Juncker als der „Griechen liebster Freund“ bezeichnete. „Anna meint es aber nicht wirklich so“, entschärft der Autor. Glauben tut sie auch nicht, dass der EU-Kommissionsboss, der sich „gelegentlich als letzten Kommunisten bezeichnet“, tatsächlich scharf linkem Gedankengut anhängen würde. Am besten JCJ komme mal nach Kefalonien, um zu schauen, was die Menschen dort alles leisten für ihren bescheidenen Lohn. Ja, so eine Rundreise der Brüsseler Spitzen durch Hellas, das hätte schon was. „Ich habe meine EU-Kommissare gebeten, viel innerhalb der Union zu reisen und Europa zu erklären“, sagte JCJ kürzlich. Der Erklärungsbedarf ist heute sogar um ein paar Etagen höher als der Olymp.
Kefalonia
journal.lu - 29.07.2015

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