Die dreizehn Parlamentsmandate am 20. Oktober 2013 knapp gerettet. Um acht Prozent bei den Europawahlen im Mai abgestürzt. Teil einer Regierung, die ein einschneidendes Massnahmenpaket ergreifen muss um die Staatsfinanzen unter Kontrolle zu behalten.
Es fehlt nicht an Diskussionsthemen innerhalb der LSAP, die am Samstagmorgen zu ihrer - traditionell im Herbst stattfindenden - „Sommerakademie“ nach Remich geladen hatte.
Die Veranstaltung unter dem Motto: „Die Zukunft vorbereiten und die Partei stärken“ fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und wurde durch Wahlanalysen, eine Reihe Reden und drei Workshops geprägt war, bei denen es vorrangig um die Organisation und die Kommunikationsstrategie der Partei ging.
Die Resultate der Diskussionen sollen Mitte November den Parteimitgliedern und womöglich auch der Öffentlichkeit mitgeteilt werden.
Basis hinter der Regierung
Zu einem Eklat kam es offenbar nicht. Allerdings war gestern zu hören, dass oftmals hart diskutiert wurde. Bereits beim LSAP-Nationalkongress Ende März hatte es von verschiedenen Seiten harte Kritik an der Parteiführung gegeben. Besonders die Parteijugend hatte darauf gepocht, dass sich die LSAP nach dem schlechtesten Resultat bei Parlamentswahlen nach dem Zweiten Weltkrieg grundlegend in Frage stellen und für mehr Mitspracherecht der Mitglieder sorgen müsse.
„Ich denke, dass die LSAP sehr gestärkt aus dieser Sommerakademie hervorgeht“, meinte Parteipräsident Claude Haagen am Samstag im RTL-Fernsehen.
Von einer drohenden Teilung der Partei in ein soziales und ein liberaleres Lager wollte der Diekircher „député-maire“ nichts wissen. „Kein Mensch denkt an eine Spaltung“, so Haagen. Die Parteibasis stehe hinter den sozialistischen Regierungsmitgliedern und der ganzen Dreier-Koalition, versicherte er.


