ECHTERNACH
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Begründung: Fehlende Verankerung des Geopark-Konzeptes in der Region

Im Osten des Großherzogtums, an der Grenze zu Deutschland, haben sich zwölf Gemeinden mit insgesamt 256 km² Fläche und rund 23.000 Einwohnern zusammengeschlossen, um den Naturpark Mëllerdall zu gründen. Der Naturpark Mëllerdall umfasst die zwölf Gemeinden: Beaufort, Bech, Berdorf, Consdorf, Echternach, Fischbach, Heffingen, Larochette, Mompach, Nommern, Rosport und Waldbillig, wie Claude Petit vom Naturpark ausführten.

Im November 2015 hat die Unesco mit den „Unesco Global Geoparks“ eine weitere Kategorie von Unesco -Stätten - neben den Welterbestätten und den Biosphärenreservaten - geschaffen. „Unesco Global Geoparks“ sind Gebiete mit geologischen Stätten und Landschaften von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung.Dieses Label wollte auch der Naturpark erhalten.

Im November 2017 stellte der Natur- & Geopark Mëllerdall seine Kandidatur für das internationale Programm Unesco Global Geoparks. Im Juli 2018 besuchten zwei Gutachter der Unesco die Region, um eine Evaluation vor Ort durchzuführen.

Aus dem Bericht der dritten Sitzung des Unesco Global Geopark Rates vom 8. September 2018 geht nun hervor, dass die Kandidatur des Natur- & Geopark Mëllerdall nicht zurückbehalten wurde, wie der Naturpark nun mitteilte.

Die Unesco habe der Region großes Potential und ein international bemerkenswertes geologisches Erbe bescheinigt. Ausschlaggebend für die Ablehnung sei die fehlende Verankerung des Geopark-Konzeptes in der Region.

„Die Unesco empfiehlt, die Sichtbarkeit des Natur- & Geopark Mëllerdall zu verbessern und sich aktiver im internationalen Geopark-Netzwerk einzubringen“, heißt es vom Naturpark.

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat der Natur- & Geopark Mëllerdall zahlreiche Projekte durchgeführt, die die lokale Geologie in den Fokus stellen und eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben – beides Aspekte, die für eine Anerkennung als Unesco Global Geopark hohe Bedeutung haben.

Der Natur- & Geopark Mëllerdall werde die Empfehlungen der Unesco prüfen und, im Hinblick auf eine erneute Kandidatur, zusammen mit allen Partnern einen Aktionsplan ausarbeiten.