LUXEMBURG
SVEN WOHL

Bei Luxemburgs synthetischen Fußballfeldern darf Entwarnung gegeben werden

Es ist noch lange nicht echt, was grün ist: Auch in Luxemburg gibt es Fußballfelder, deren Rasen synthetisch ist. Je nach Art des künstlichen Rasens wird jedoch auch befürchtet, dass die Sportler gesundheitliche Schäden davontragen könnten. Der adr-Abgeordnete Roy Reding richtet sich diesbezüglich in einer parlamentarischen Anfrage an Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (LSAP) und Sportminister Romain Schneider (LSAP). Diese wissen jedoch zu beruhigen: In Luxemburg würde streng kontrolliert werden, ob gesundheitliche Gefahren bestünden.

Kontrollen durch mehrere Instanzen

In Luxemburg gebe es aktuell mindesten 79 synthetische Fußballfelder. Dazu gesellen sich noch einmal 23 kleinere Flächen. Diese Zahlen berufen sich allerdings nur auf die Anfragen der Gemeinden, um eine finanzielle Unterstützung für solche Terrains zu erhalten. Das Sportministerium unterstützt nur jene synthetischen Sportflächen, die „umhülst“ sind. Laut Angaben des Ministeriums existieren im Großherzogtum keine Sportflächen mehr, die auf die gefüllte, nicht „verhülste“ Technik zurückgreifen. Genau bei diesen soll es gesundheitliche Bedenken geben.

Das Sportsministerium verlangt, dass alle synthetischen Fußballfelder dem „FIFA Quality Concept“ entsprechen müssen. Dabei wird auch in einem Laboratorium kontrolliert, ob es gesundheitliche Bedenken gibt. Auch die Luxemburger Fußballföderation (FLF) kontrolliert die Fußballfelder mithilfe der „Commission des Terrains“. Anfang 2017 wurden die synthetischen Fußballfelder einer Kontrolle durchzogen, bei der alle möglichen Substanzen und Materialien - „Hydrocarbures aromatique polycycliques“, Flammschutzmittel, Weichmacher, polychlorierte Biphenyle und Schwermetalle - getestet wurden. Das Resultat: Es wurde kein erhöhtes Gesundheitsrisiko festgestellt.

Kontrollen werden fortlaufend zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt durch die Abteilung für Arbeitsmedizin und Umwelt des Gesundheitsministeriums, die auf Anfrage aktiv werden.