LUXEMBURG
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Bildungsministerium wehrt sich gegen Vorwürfe des SEW-OGBL

Das Bildungsministerium hat sich am gestrigen Freitag scharf gegen die Vorwürfe des „Syndikat fir Erzéiung a Wëssenschaft“ (SEW) der Gewerkschaft OGBL gewehrt, nach denen das Schulpersonal nicht mit der Presse über Probleme und Engpässe während der Grippesaison reden dürfe und einen Maulkorb verpasst bekäme. Besonders das vergangene Jahr sei hart gewesen. Das Ministerium stellte deshalb gestern eine eigene Mitteilung auf, in der es sich von den Aussagen des SEW überrascht zeigte. Demzufolge sei es falsch, dass sich während der Grippesaison ein Personalmangel einstelle; demnach habe sich die Zahl der Autorisationen zwischen 2017 und 2018 auf 289 belaufen und habe damit das vorige Jahr von 2016 bis 2017 weit überschritten - damals waren es 169.

Kein Maulkorb

Was den Maulkorb betreffe, so habe das SEW einen Sitzungsbericht aus dem Kontext gerissen; der Bericht habe mit einer Knappheit an Lehrpersonal im „Enseignement Fondamental“ nichts zu tun. Zudem erinnerte das Ministerium daran, dass Diskretion und Vorbehalt zur Grundvoraussetzung eines Arbeitsvertrages gehören, sodass ein Gespräch mit der Presse über jedwedes Thema jederzeit mit der zuständigen Verwaltungsbehörde abgesprochen werden müsse. Der Bildungsminister habe dem Personal deshalb keineswegs einen Maulkorb verpasst, wie es in der Mitteilung des SEW hieß.