LUXEMBURG
SVEN WOHL

Polizei bekundet keine zusätzlichen Einsätze aufgrund der Pandemie

Die Pandemie hat auch eine andere Vorgehensweise bei der Polizei mit sich gebracht. Durch die Isolationsmaßnahmen sind zum einem gewisse Delikte weggefallen. Gleichzeitig hatte die Polizei allerdings Kontrollen durchführen müssen, dies mit dem Fokus auf die neuen Vorschriften, die aufgrund der Pandemie erlassen wurden. Zusätzlich seien zahlreiche Meldungen der Bürger bei der Polizei eingegangen, dies meistens mit einem Bezug auf die Einhaltung dieser Regeln. Dies schreibt der Minister für innere Sicherheit, François Bausch (déi gréng) in seiner Antwort auf die parlamentarische Anfrage des adr-Abgeordneten Jeff Engelen.

Gleichbleibende Zahl der Patrouillen

Bei der absoluten Zahl an Einsätzen hätte sich indes nichts geändert. Einbrüche und Diebstähle seien, wie erwähnt, zurückgegangen. Die Polizei hätte eine gleichbleibende Zahl von Patrouillen durchgeführt, so der Minister. Auf die häusliche Gewalt angesprochen, hält der Minister fest, dass diese sich ungefähr auf dem Niveau befand, wie zu Feiertagen, wo üblicherweise Familienfeiern anstehen, wie etwa Weihnachten. In diesem Bereich konnte kein Ansteigen der Zahlen festgestellt werden.

2019: Anstieg der häuslichen Gewalt

Bei häuslicher Gewalt sei jedoch in den vergangenen Jahren ein Anstieg festzustellen. Das „Comité de coopération entre les professionnels dans le domaine de la lutte contre la violence“, welche am 11. Juni 2020 vorgestellt wurde, zeigte, dass es diesbezüglich 849 Einsätze der Polizei im vergangenen Jahr gab. In 265 Fällen wurde eine Person der Wohnung verwiesen. Es handelt sich dabei laut Bericht um einen Anstieg gegenüber der beiden vorigen Jahren: 2018 kam es zu 739 Einsätzen, 2017 zu 715. Von 2012 bis 2015 gab es jeweils über 800 Einsätze. Einen Höhepunkt stellt 2014 mit 876 Einsätzen dar.

589 war die niedrigste Einsatzzahl in der vergangenen Dekade, die 2010 erreicht wurde.