LUXEMBUR
SVEN WOHL

Das Darknet wird voraussichtlich nicht zusätzlich überwacht

Bei der Verbreitung von pädopornographischen Inhalten wird seitens der Verbrecher gerne auf das sogenannte „Darknet“ zurückgegriffen. Um diese verdeckte Schicht des Internets besser überwachen zu können, wurde bei unseren französischen Nachbarn eine spezialisierte Einheit bei der Polizei gegründet. Eine solche Einheit wurde ebenfalls in Luxemburg angedacht, stehe jedoch aktuell nicht in Aussicht. Das schreiben die Justizministerin Sam Tanson und der Minister für innere Sicherheit, Henri Kox in ihrer gemeinsamen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten Dan Biancalana. Als Grund geben die Minister an, dass die Polizei unter Personalmangel leide. Jedoch würde die Personaldecke wie bereits angekündigt in den kommenden Jahren aufgestockt werden. Statistiken über eine etwaige Nutzung des Darknets in Luxemburg gäbe es indes nicht. Bei der Prävention von der Verbreitung von pädopornographischem Material, das auch zunehmend von Minderjährigen selbst im Rahmen des Sextings betrieben wird, setzt die Polizei zusammen mit Nichtregierungsorganisationen vor allem auf die Sensibilisierung und auf die internationale Zusammenarbeit - unter anderem mit Europol. Die Polizisten, die sich täglich mit pädopornographischem Material beschäftigen müssen, können außerdem psychologische Unterstützung beim internen Anbieter in Anspruch nehmen.