LUXEMBURG
MM

EU-Kommission: Verkauf des Werks Düdelingen wurde von ArcelorMittal vorgeschlagen

Als am vergangenen Freitag bekannt wurde, dass der Stahlkonzern ArcelorMittal der EU-Kommission vorschlägt, sich von anderen Geschäften zu trennen, darunter das Werk Düdelingen, um das italienische Stahlwerk Ilva kaufen zu dürfen, schaltete sich Wirtschaftsminister Etienne Schneider ein. Hieß es gestern noch von Seiten des Ministers, das Werk sei profitabel und ArcelorMittal wolle es eigentlich behalten, werde aber von Brüssel gedrängt, es zu verkaufen, schaltet sich nun die EU-Kommission selbst ein und berichtigt: Die Kommission habe gar keine spezifischen Vorgaben gemacht, von welchen Geschäften ArcelorMittal sich trennen solle. Die Liste, die der Stahlkonzern nach Brüssel übermittelte und auf der auch das Werk Düdelingen stand, sei eine eigene kommerzielle Entscheidung des Stahlkonzerns, erklärte gestern Kim Miranda von der EU-Kommissionsvertretung in Luxemburg, dem „Journal“.

Wirtschaftsminister Schneider hatte in einem Schreiben an die EU-Kommission beklagt, dass die besagte Liste, die ArcelorMittal anbietet, den Industriestandort Luxemburg und Europa schwäche. „Die Kommission prüft das Schreiben sorgfältig und wird so schnell wie möglich antworten“, hiess es dazu gestern aus Brüssel.

Die EU-Kommission will ihre Entscheidung zum Kauf von Ilva durch ArcelorMittal am 23. Mai bekanntgeben.