CLAUDE KARGER

Im „Tageblatt“ macht sich einer zu Recht Gedanken über die Nachhaltigkeit des Kleisters, mit dem die Koalitionäre 2013 ihre Schicksale aneinander klebten und es fertig brachten, „das Land in Richtung Moderne“ voran zu bringen. Doch nun scheinen „vorelektorale Süppchen“ den Kitt aufzuweichen. „Der mittlerweile zurückgezogene Vorschlag vom wahrscheinlichen Spitzenkandidaten der LSAP Etienne Schneider, eine Art „En Marche“-Bewegung links von der CSV zu lancieren, ist hierfür ebenso ein Zeichen, wie die halbherzig vorgebrachte Lust der drei, weiter in der aktuellen Konstellation zu regieren“. Dabei betont jedes Regierungsmitglied doch allenthalben seine unbändige Regierungslust... Eher lustig gemeint, um den linken Parteiflügel zu ärgern, war sicher die Etienne Macron-Nummer des Weltraumministers, der derzeit in Cape Canaveral gemeinsam mit Premier und Erbgroßherzog die Rakete mit dem ersten luxemburgischen Militärsatelliten drauf startet. „Luxemburg wird zur Weltraummacht“, zeigt sich das „T“ begeistert. Ein Kommentator des gleichen Blatts findet die Sache indes „zu schlau, fast dumm“ und warnt davor, dass das „Militärspielzeug“ im Falle des Falles zur dicken heißen Kartoffel für das kleine Großherzogtum werden könnte. Merke: Moskau hat eine Menge solcher Kartoffeln.