LUXEMBURG
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Eine Woche nach dem Tornado im Südwesten: Reparaturarbeiten gehen weiter

Eine Woche nach dem Tornado, der Käerjeng und Petingen heimsuchte, gehen die Aufräum- und Reparaturarbeiten weiter. Während Gemeindearbeiter an diesem Freitagmorgen noch in der besonders betroffenen Avenue de Luxembourg Schutt beseitigen, sind an mehreren Häusern Dachdecker am Werk, um die Schäden zu flicken, die der Wirbelwind am Freitag vor einer Woche angerichtet hat. So stark war er durch Käerjeng gerast, dass er Dächer einfach wegriss und Bäume und sogar Hochspannungsleitungen umknickte. Auf rund 100 Millionen Euro schätzt die Vereinigung der Versicherungsgesellschaften den Schaden. Derweil wissen viele Menschen immer noch nicht, ob und wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen.

Versicherungen und Experten sind immer noch mit der Aufnahme beschäftigt. Noch gestern wurden in Petingen sieben Adressen daraufhin überprüft, wie die Gefahrenlage hier bei den Wohnungen und Häusern sei, wie offiziell mitgeteilt wurde.

Hier sind aktuell 15 Menschen ausquartiert worden, da ihre Häuser nicht mehr bewohnbar sind. Teilweise werde es Monate dauern, bis die Häuser wieder bewohnbar seien.

600 Lokalitäten und Adressen aufihre Beschädigungen hin untersucht

Am vergangenen Dienstag fand im Rahmen eines offiziellen Meetings die Übergabe der Koordination und Rettungsmaßnahmen vom „Corps grand-ducal d’incendie et de secours“ (CGDIS) an die Gemeinden und lokalen Rettungswachen statt. „Innerhalb von vier Tagen haben wir 600 Lokalitäten und Adressen auf ihre Beschädigungen untersucht“, resümiert Cédric Gantzer von der CGDIS-Pressestelle. Auch wenn hier nicht mehr das „Corps grand-ducal d’incendie et de secours“ in der ersten Reihe stand, so war aber die ganze Zeit über Hilfe durch die lokalen Rettungskräfte und auch die Gemeindearbeiter gewährleistet. „Wo Hilfe gebraucht wurde, da wurde auch Hilfe geleistet“, betont Gantzer. Diese Hilfe sei auch in den kommenden Tagen jederzeit über die Gemeinde und ihre Dienste abrufbar.

Die Käerjenger Landwirte rufen dazu auf, die verbleibenden Schäden und Trümmer des Tornados vom 9. August auf ihren Feldern und Wiesen einzusammeln, damit ihre Tiere wieder auf den betroffenen Wiesen grasen und die Felder gepflügt werden können, ohne ihre Landmaschinen zu beschädigen. Die Aktion soll heute ab 9.00 über die Bühne gehen, Treffpunkt: Käerjenger Treff. Am Ende dieser Aktion werden den Freiwilligen Sandwiches und Getränke angeboten. Mitbringen sollte man nach Möglichkeit Eimer und Handschuhe.


Informationen über zuschussfähige
Kosten oder praktische Vorkehrungen für die
Beantragung einer finanziellen Unterstützung zur Behebung der durch bestimmte
Naturkatastrophen verursachten Schäden findet man auch auf guichet.lu