Total spannend und für manche äußerst gruselig: „Die Woche nach dem 20. Oktober bot den Stoff für einen Politthriller“, analysiert das „Forum“ unter dem Titel „No country for old men“ den geschichtsträchtigen Urnengang und schlussfolgert, dass die Wähler keineswegs massiv für einen Wechsel gestimmt hätten, „stattdessen hatte der Wechsel in den Köpfen der politischen Klasse stattgefunden“. „In der politischen Klasse war parteiübergreifend die Erkenntnis übermächtig geworden, dass die Fixierung auf die Person Jean-Claude Junckers der Grund für die Blockade des politischen Systems darstelle“, heißt es weiter, „der Slogan „Mir mam Premier“ zeigte überdeutlich, dass die CSV Gefahr lief zu implodieren, wenn sie noch eine weitere Legislaturperiode in der Verantwortung gehalten würde.“ „Personell ist sie heute ausgeblutet, demotiviert und ohne Perspektive“, so das Fazit des Autors, „auch programmatisch ist sie weitgehend zerrieben“. Aber manche CSVler dürften auch erleichtert sein: „Die Partei wird der Aufgabe entbunden, den Abgang Junckers aus eigener Kraft zu bewerkstelligen“ so das „forum“, das Frieden in der Privatwirtschaft, Wolter im Staatsrat, Wiseler als Oppositionschef und Juncker... als Generalsekretär des Europarats sieht, „eine Stelle, die für salbungsvolle aber schwer interpretierbare Sonntagsreden wie gemacht erscheint“. Na denn.