HEINERSCHEID/CLERF
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Kulturministerium nimmt sich der Ardenner Wohnhäuser in Heinerscheid an

Die beiden historischen Häuser in Heinerscheid werden nun doch als nationale Monumente eingestuft, jedenfalls wenn es nach dem Willen des Kulturministeriums geht. Dies bestätigte der Clerfer Bürgermeister Emil Eicher gestern in einem Gespräch dem „Journal“. „Ich habe am Donnerstag die entsprechende Information aus dem Kulturministerium bekommen“, sagt Eicher. Betroffen sind zwei für die Ardennen typische Wohngebäude in Heinerscheid. Sie stammen aus den Jahren 1792 sowie 1852. Gleichzeitig sei auch der Eigentümer der Gebäude informiert worden, der die Gebäude abreißen und Neubauten errichten wollte. Jetzt liege es am Gemeinderat, innerhalb von drei Monaten seine Stellungnahme zu der Thematik abzugeben.

Jetzt fehlt noch der Projektstatus

„Das werden wir allerdings schon in einem Monat machen, da haben wir nämlich Ratssitzung“, betonte Eicher, und prognostizierte schon: „Einer entsprechenden Klassifizierung werden wir natürlich zustimmen“, sagt Eicher, der klarstellt: „Der Minister hat ja hier auch ganz andere Möglichkeiten als wir als Gemeinde. Ich kann nur im Rahmen der rechtlichen Vorgaben handeln“, so Eicher, der demnächst ein ministerielles Treffen anstehen hat, „dies zwar prioritär über den Syvicol, doch ich habe noch ein Gemeindetreffen hintendran gehängt, wo es dann auch über dieses Thema gehen wird.“

Wie es nun aber weiter gehe, dazu konnte und wollte sich Eicher nicht äußern: „Der Eigentümer hatte eine rechtskräftige Baugenehmigung. Nun liegt der Vorgang beim Ministerium.“ Gerne würde es Eicher natürlich sehen, dass die Gebäude abschließend einen entsprechenden Projektstatus bekommen würden. Das Haus sei zwar vor einigen Jahren renoviert worden, doch es gäbe Feuchtigkeitsprobleme im Inneren. „Man kann die Gebäude jetzt nicht jahrelang liegenlassen und nichts tun“, sagt Eicher und nimmt den Staat mit ins Boot. „Denn wenn der Staat die Gebäude klassiert, muss er auch die finanzielle Last der Renovierung tragen.“ Dies bedeute, dass staatlich eingestufte Gebäude immerhin mit 50 Prozent bezuschusst werden.