Hinter dem Bandnamen „Ghost Culture“ steckt lediglich ein einziger Musiker: Der Brite James Greenwood. Er könnte seine elektronischen Kompositionen auch unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlichen, entschied sich dann aber vor ein paar Jahren dazu, unter dem Pseudonym „Ghost Culture“ Stücke einzuspielen. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Den Briten haben seit jeher Bandnamen fasziniert: Mehrere Musiker, die gemeinsam ein Kollektiv bilden und aus ihren unterschiedlichen Ideen Kompositionen konstruieren. Greenwood betrachtet „Ghost Culture“ als ein Kollektiv, das nicht aus verschiedenen Mitgliedern, sondern aus Ideen besteht, die allerdings alle von ihm stammen.
Der Musiker betrachtet den Projektnamen auch als eine Art Metapher für alle Oberflächlichkeit, für eine Kultur, in der alle Musiker und Produzenten nur noch Hits produzieren möchten. Der junge Brite begann vor zwei oder drei Jahren erste Demos für sein „Ghost Culture“ -Projekt aufzunehmen. „Das war in der Zeit, als ich mit Richard Fearless von ‚Death in Vegas‘ und Dan Avery zusammengearbeitet habe“, erinnert sich der Musiker. Zwei Monate benötigte Greenwood, um die Demos zu bearbeiten, damit sie nach einem Album klingen. Einige seiner Werke hat er ganz klassisch an der Gitarre komponiert.
Zufallsprodukte
Die kurzen Titel einiger Songs sind übrigens Zufallsprodukte. Es seien die Arbeitstitel der Kompositionen gewesen, die er dann für die Schlussfassung übernommen habe, sagt der Musiker.
Viele Titel des Debütalbums würden auch ohne die von Greenwood verfassten Texte funktionieren. Der Brite hat vor einiger Zeit ein paar instrumentale Club-Tracks aufgenommen; als er aber die Titel für sein Album komponierte, hatte er Ideen für Texte im Kopf, die er in die Lieder einbauen wollte.
Die Sounds auf der Platte stammen vorrangig aus einem KORG Mono/Poly Synthesizer und aus einigen kleineren Synthies wie unter anderem dem DX 7 von Yamaha. Alle Schlagzeug -Sounds kommen aus einer Drum-Maschine.
„Ghost Culture“ tritt heute Abend um 23.00 in den Rotondes auf. Alles zu „Ghost Culture“ unter goo.gl/J8Zhi6



