ESCH/ALZETTE
NICO PLEIMLING

Gestern fand in der Escher Kulturfabrik die zweite Ferienjobmesse statt

Es muss nicht immer alles großartig aufgeblasen daher kommen. Dies bewies die zweite Auflage der „Foire aux Jobs Vacances“, die gestern von Point Info Jeunes (PIJ) in Zusammenarbeit mit dem Service Jeunesse der Stadt Esch organisiert wurde. Zwar hat sich die Zahl der Aussteller im Vergleich mit dem letzten Jahr von sechs auf zwölf verdoppelt, allerdings ist die kleine Messe trotz allem sehr einfach gestaltet.

Ein Fragebogen für die Besucher

Die vielen jungen Besucher bekamen am Eingang einen kleinen Fragebogen ausgeteilt, auf welchem sie ihr Alter, Geschlecht und Herkunftsort angeben konnten. Weiter konnten sie auf einer Skala von 1 bis 5 angeben, wie die verschiedenen Angebote und Aspekt der Messe ihnen gefielen und wie sie im Vorfeld über die Veranstaltung informiert wurden. Außerdem bot der Fragebogen Platz, um den Organisatoren Verbesserungsvorschläge und weitere Anregungen zu vermitteln.

Im Schnitt bekommen jährlich 20.000 Jugendliche einen Studentenvertrag. Die Messe gestern im großen Saal der Kulturfabrik öffnete die Türen recht früh um 10.00, kannte aber schon in den ersten zwei Stunden einen regen Zulauf. Gegen Mittag hatten die Organisatoren schon rund 150 Besucher gezählt, die sich ausführlich über das breite Angebot informierten. Christelle Kodische vom PIJ erklärt, wieso die Veranstaltung in den Karnevalsferien stattfindet: „Die meisten Unternehmen suchen ab Januar Arbeitskräfte für die Ferienzeit. Es würde also nicht viel bringen, wenn wir die Messe erst um Ostern organisieren würden.“

Ein erster Kontakt mit der Arbeitswelt

Ein Ferienjob ist ein sehr guter Zeitvertreib, der etwas Taschengeld bringt, einen ersten Kontakt mit der Arbeitswelt ermöglicht und häufig die Tür zu einer späteren Festeinstellung aufstößt, unterstreicht Jorsch Kass vom Service Jeunesse: „Viele Firmen sind hier überhaupt nicht anwesend, da ihre Ferienjobs praktisch für die Kinder ihrer Mitarbeiter reserviert sind. Die Unternehmen aber, welche einen Stand auf der Ferienjobmesse haben, sind definitiv auch potenzielle Arbeitgeber für die heranwachsenden jungen Menschen, die sich für die Ferienzeit bei ihnen bewerben.“ Am Stand der Uni Luxemburg bekamen die Jugendlichen Informationen über Ferienjobs im Allgemeinen sowie Tipps zur Gestaltung des Lebenslaufs, des Bewerbungsschreibens und des Vorstellungsgesprächs. Das Centre Info Jeunes präsentierte unterdessen die nationale Plattform jobs.youth.lu. Bis 17.00 wurden gestern rund 4.00 Besucher gezählt, die nicht ausschließlich aus Esch/Alzette waren. Die Ferienjobmesse entwickelt sich demnach langsam zu einer Veranstaltung, die Besucher aus dem ganzen Süden Luxemburgs, aus der Hauptstadt und sogar aus dem Norden anlockt.