Auch wenn Jean Asselborn sein eigens für die höchstpersönliche „Tour de France 2015“ angelegtes Fratzenbuch-Profil nun mal bis zum nächsten Sommer auf Eis gelegt hat - Durch-die-Welt-Düserei und „Présidence“ „obligent“ - bleibt die chefdiplomatische e-Pinnwand im Gespräch. Hatte der Betreiber sie doch kurzzeitig geschlossen weil ein User glaubte, bei „Jang Tdf“ würde er arg auf den Arm genommen. „L’Essentiel“ stellt sich aber auch einige Fragen über die Sicherheit des Chefdiplomaten während des Rennens zum Ventoux: Ob es verantwortungsvoll gewesen sei, ohne Bodyguards zu reisen? „Ich bin nicht dermaßen wichtig, dass ich mir während meines Urlaubs Sorgen machen müsste, dass mich jemand attackiert“, schäkerte der rosarote Vollblutpolitiker, „man darf nicht den dicken Fisch spielen“. Ohne Tross sei er nun mal weniger auffällig, außerdem hätten ihn wegen des Fahrradhelms ohnehin nicht viele Franzosen erkannt. Bei einer Rundfahrt durch deutsche Lande wäre das schon anders, schließlich ist der Steinforter Sympathiebolzen durch unzählige Talk-Auftritte und die Teilnahme an einer legendären Brutzel-Show bekannt wie ein bunter Hund. Jangs Wasserträger hätten wohl alle Mühe, ihrem Peloton-Leader da die Autogrammjäger vom Leib zu halten. Aber werbestrategisch gesehen wäre das wohl nicht zu toppen...
Kleiner Fisch
journal.lu - 28.08.2015

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