LUXEMBURG
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„Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“ - Blumen für Patton und seine Armee

Es war ein verdammt langer Weg von den Stränden der Normandie bis an die Elbe. Harte elf Monate vom Juni 1944 bis zum Mai 1945 waren die Alliierten und vor allem die amerikanischen Truppen unterwegs.

Die „Liberty Road“ oder „Voie de la Liberté“ führt nicht ganz bis ins besiegte Deutschland, sondern endet in Bastogne, wo die Dritte US-Armee unter dem Kommando von General George S. Patton Junior, der letzten Offensive der Wehrmacht strategisch ein Ende machte. Patton sorgte für die Befreiung der eingekesselten US-Truppen in dem belgischen Städtchen. Und drängte dann die deutschen Truppen zurück. Es sollte aber noch drei Wochen dauern, bis die deutschen Truppen wieder bei ihren Ausgangsstellungen in der Eifel standen.

Die „Voie de la Liberté“ mit ihren 1.146 Gedenksteinen verläuft von Sainte-Mère-Eglise in der Normandie über Angers, Saint-Symphorien, Reims und Metz nach Frisingen. Von dort über Luxemburg-Stadt und Steinfort bis nach Bastogne. In Luxemburg gibt es 31 „Bornes de la Liberté“. Sie stehen in Frisingen, Weiler-la-Tour, Hesperingen, Luxemburg-Stadt, Strassen, Bartringen, Mamer, Capellen, Windhof, Koerich und Steinfort.

Doppelte Kranzniederlegung

Nach den internationalen Feiern in der letzten Woche anlässlich des 75. Jahrestages der Ardennen-Offensive hatte das „Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“, das sich seit Jahren um die Gedenksteine kümmert, am Samstag zu einer doppelten Kranzniederlegung eingeladen. Zunächst auf dem amerikanischen Militärfriedhof in Hamm, wo dem 74. Todestag von General Patton gedacht wurde. Patton war im Dezember 1945 durch einen nie ganz geklärten Verkehrsunfall ums Leben worden. Zusammen mit dem Komitee legte die Hauptstadtschöffin Colette Mart in Vertretung von Bürgermeisterin Lydie Polfer ein Blumengebinde am Grab des Generals nieder.

Eine Stunde später wurde in Luxemburg-Stadt am Gedenkstein, der auf Höhe des ehemaligen „Pole Nord“ steht, an der Verbindung von Pont Adolphe und Boulevard Roosevelt, ein weiteres Blumengesteck durch die Schöffin und einen Vertreter der US-Botschaft niedergelegt. Damit wurde dem Vorbeimarsch der 3. US-Armee auf ihrem Weg nach Bastogne gedacht.