CLAUDE KARGER

„Der ehemalige Premier verbringt seinen Urlaub regelmäßig in der Heimat des katholischen „Klëppelkrich“-Helden Andreas Hofer, einem der letzten Zufluchtsorte, wo sich zwischen all den Schützenvereinen, Blaskapellen und Trachtenverbänden kein Konservativer modern verstellen muss“, nahm das „Land“ gestern den diesjährigen Tirol-Aufenthalt des Noch-EU-Kommissionsbosses aufs Korn, der dort kürzlich bekanntlich sogar für seine Treue den „Großen Adler Orden“ dieses österreichischen Bundeslandes erhielt. „Dieser Orden ist zum Reinbeißen“, meinte übrigens der bereits reichlich Ordensbehangene laut der „Kleinen Zeitung“, gemäß der er sich recht Andreas-Hofer-like gegenüber jenen rechten Gesellen ausgedrückt habe, die ihm die Ehrung madig machen wollten: „Kritiker sind mir scheißegal“. Na denn. „Gib‘ Ihnen Saures!“, titelte das „Land“ derweil auf seiner „Stil-Seite“. Weil: „Sommerzeit ist Sauregurkenzeit“. Und da bekommen Politiker auch mal lockerere, persönlichere Fragen gestellt. Und geben dann auch mal seichtere Antworten. Über das „alle Jahre wieder strapazierte Format“ regen sich dann alle Jahre wieder andere Schreiber schrecklich und ellenlang auf. Aber insgeheim sind die Entrüsteten natürlich froh, dass die Sommerpläusche ihnen Kommentar-Stoff während der „Sauregurkenzeit“ liefern. Wohl bekomms!