CLAUDE KARGER

„Dik dik dak, dik dik dak, muer ass Ouschterdag! Mir kommen d‘Eeeër ophiewen, déi rout, déi wäiss, déi blo, d‘Ouschtere sinn do!“ hört man - wie das „Wort“ gestern erinnerte, heute und morgen in einigen Dörfern, wo Kinder noch die Straßen mit „Drehratschen, Turmraffeln oder Knarren“ abklappern. Ordentlich „klibberen“ war dieser Tage auch eine Wirtschaftsdelegation bei allerlei All-Spezialisten an der US-Westküste, um sie mit an Bord des luxemburgischen „SpaceResources“-Raumschiff zu bekommen. „Sonst keine Probleme?“, fragt der „Tageblatt“-Leitartikler zur kosmischen Idee und hat auch sonst reichlich Fragen: „Soll das Space Mining zu einem zweiten Finanzsektor werden, der für Otto Normalverbraucher ein Buch mit sieben Siegeln ist, dessen Steuern aber einen hohen Lebensstandard ermöglichen?“ Für den Editorialisten und Tulpenzwiebelexperten aus der kommunistischen „Zeitung“ ist derweil klar, dass das Ding vor allem dem Finanzplatz goldene Eier bringt und die Steuergelder für das Meteoritenschürfen besser irdisch investiert wären... Der „T“-Kollege ist da gelassener, sollte man „Space Mining“ doch „nicht vorschnell als Hirngespinst abtun“. Richtig, nicht so negativ immer. Risikoreich bleibt das Unternehmen aber freilich. Und im Weltraum hört dich niemand klappern...