Seit Juncker angekündigt hat, bald nicht mehr da zu sein, jedoch so schnell wie möglich wiederkommen zu wollen, nur um dann endgültig (nach Brüssel) abhauen zu können, ist unser Premierchef auch wieder ein Thema in der Internationalpresse. Diese bevölkerte dieser Tage dann auch scharenweise das Regierungsviertel; einige wagten sich sogar in die Höhle des Löwen und - sind arg beeindruckt.

„Ein messingfarbener Klingelknopf ist die einzige Sicherungsmaßnahme, die Passanten daran hindert, direkt ins Staatsministerium von Luxemburg hineinzuspazieren“, wundert sich die „Berliner Morgenpost“. „Kein Sicherheitsdienst, keine Absperrung, keine Ausweiskontrolle“, und „wen der freundliche Pförtner einmal in das Stadthaus im Schatten der Kathedrale und dann in Jean-Claude Junckers Amtszimmer“ gebeten habe, der sehe keinen Repräsentationsraum der Macht. Hier werde gearbeitet, „zwischen gestapeltem Papier und Gastgeschenken“. Aber: „ So wenig er sich aus den Machtsymbolen der Kollegen etwas macht, so kokett sein schon älterer Saab lange vor dem Amtssitz parkte, so liebt er doch die Macht, die er sich weit über Luxemburg hinaus erarbeitet hat“. Wirklich putzig dieses Großherzogtum...