LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Cargolux bringt 200 Betten sowie Beatmungsmaschinen

Mit insgesamt sechs Flügen hat Cargolux eine provisorische Klinik nach Luxemburg gebracht. Sie zählt 200 Betten, davon sind 100 mit Beatmungsmaschinen ausgestattet. Derzeit wird sie vom Bauunternehmen Félix Giorgetti neben dem CHL aufgebaut, wie Premier Xavier Bettel bestätigte, der selbst mit Gesundheitsministerin Paulette Lenert vor Ort war. Das Material kommt von der Nato-Basis im süditalienischen Taranto. Zur Anlieferung waren sechs Flüge von Bari nach Luxemburg notwendig. Die Lieferung besteht aus 56 Containern. Sie enthalten zusätzliche medizinische Kapazitäten, um der steigenden Anzahl an Covid-19-Patienten in Luxemburg gerecht zu werden. Cargolux drückte seinen Stolz darüber aus, als Luxemburger Unternehmen seinen Beitrag in diesen schwierigen Zeiten leisten zu können. Taranto ist mit der „Nato Support and Procurement Agency“ (NSPA) in Capellen verbunden, da Taranto das südliche Operationszentrum ist; weitere gibt es in anderen Ländern. Die Logistik- und Materialakquirierungsagentur des Verteidigungsbündnisses, die rund 1.100 Mitarbeiter aus den 29 alliierten Ländern beschäftigt, wurde vor 62 Jahren gegründet und ist seit 52 Jahren in Luxemburg beheimatet.

Nachschub aus China

Cargolux fliegt derzeit viel im Rahmen des Coronavirus. Noch Ende Februar brachte der Frachtflieger in Koordination mit dem Mobilitätsministerium 75.000 Atemschutzmasken und 44.000 Desinfektionstücher nach China, um seinen Geschäftspartner CGO und das Land zu unterstützen. Nun folgt die positive Antwort, wie das „Tageblatt“ meldet. Am späten Montagabend soll Nachschub aus China für Luxemburg kommen. Dies habe Außenminister Jean Asselborn der Zeitung bestätigt, hieß es. Asselborn habe das chinesische Außenministerium um Hilfe gebeten. Diese erfolgt nun konkret. Das „Tageblatt“ schreibt, fünf Millionen Atemschutzmasken für medizinisches Personal und Ärzte, 4,7 Millionen Paar Schutzhandschuhe, 50 Beatmungsgeräte, 120.000 Schutzbrillen und 1,1 Millionen weitere Schutzmasken würden in Luxemburg ankommen. Um die Verteilung der Ware, die einen Wert von rund 14 Millionen Euro haben soll, wird sich das Militär kümmern. Laut Asselborn käme auch noch eine weitere Lieferung von zehn Beatmungsgeräten, falls diese sich nicht im ersten Frachtflieger befinden. Weitere Lieferungen wie Schutzkleidung für Krankenhauspersonal, weitere zwei Millionen Schutzbrillen sowie 90 Beatmungsgeräte sind geplant. Laut dem „Tageblatt“ hat Asselborn in Südkorea darüber hinaus auch Medikamente bestellt.