LUXEMBURG
SOPHIA SCHÜLKE

Philharmonie und „Orchestre Philharmonique du Luxemburg“ mit Traumprogramm

Junge aufstrebende Künstler und weltberühmte Stars, spannende Neuentdeckungen und einige echte Traumbesetzungen, bei denen Klassikliebhaber schon Monate vor dem Konzert vor lauter Vorfreude ganz aus dem Häuschen sein werden: Die Philharmonie Luxemburg wird mit ihrem neuen Programm in der Saison 2017/2018 mehr als 400 Konzerte bestreiten.

Das luxemburgische Konzerthaus wird wieder nationale und internationale Künstler aus der Klassik, der Weltmusik, dem Jazz und der zeitgenössischen Musik begrüßen.

Drei Opern mit Gimeno

Chefdirigent Gustavo Gimeno, der erst vor Kurzem seinen Vertrag bis 2022 verlängert hat, wird mit dem „Orchestre Philharmonique du Luxembourg“ (OPL) wieder mehrere Konzerte geben und mit dem Orchester auf Europa-Tournee gehen. Freunde der Oper können sich auf drei Werke unter dem Dirigat des Spaniers freuen. Am 23. Oktober wird der unsterbliche Mozart-Klassiker „Don Giovanni“ im Grand Théâtre gegeben, Rossinis beliebter „Barbier von Sevilla“ folgt am 28. Februar, sowie am 2. und 4. März, „Pélias et Mélisande“ von Débussy erwarten das Publikum am 14. und 16. Juni. Gimeno, der seine erste Opernerfahrung als Dirigent in Luxemburg mit Verdis „Simon Boccanegra“ als „großartig“ erfahren hat, freut sich mit „Don Giovanni“ auf eines der großen Meisterwerke der Geschichte.

Ein besonderer Höhepunkt der Saison wird zweifelsohne der gemeinsame Auftritt von dem Tenor Jonas Kaufmann und der Sopranistin Diana Damrau am 20. Februar in Klavierbegleitung von Helmut Deutsch. Kaufmann, der seinen geplanten Auftritt zur Eröffnung der Elbphilharmonie wegen eines Stimmödems hatte absagen müssen und vor einigen Monaten ein umjubeltes Comeback gab, und Damrau, die zuletzt an der Met mit der raren Bizet-Oper „Die Perlenfischer“ für Begeisterungsstürme sorgte, singen Stücke aus dem „Italienischen Liederbuch“ von Hugo Wolf. Ein Publikumsmagnet verspricht auch der 6. November zu werden, wenn Pianist Daniel Barenboim und OPL unter anderem die Ouvertüre aus Tschaikowskis „Romeo und Julia“ spielen.

Nicht nur große Solisten, auch große Dirigenten sind wieder in der Philharmonie zu erleben: Mariss Jansons greift am 22. November für Bruckners Achte Symphonie zum Taktstock und Simon Rattle, der in der neuen Saison von den Berlinern zum London Symphony Orchestra wechselt, gibt mit dem britischen Orchester am 24. April Mahlers Zehnte Symphonie.

Ein fester Bestandteil des Programms sind neben Konzerten und Zyklen auch wieder die Festivals: Die „Rainy Days“, das Festival für zeitgenössische Musik, steht vom 12. bis zum 19. November unter dem Thema „How does it feel?“. Nach dem Erfolg der ersten Ausgabe hat man sich wir die Fortführung des „Festival atlântico“ für lusophone Musik entschieden, dieses Mal tritt mit der Sängerin Carminho am 14. Oktober eine neue Legende des Fado auf.

Neu sind in der kommenden Saison zum einen das „red bridge project“, bei dem ein Künstlerkollektiv über ein Jahr in Mudam, Philharmonie und „Grand Théâtre“ wirken soll, zum anderen die Konzertreihe „Urban“, welche die Grenzen zu anderen Genres verschwimmen lassen will.


Weitere Informationen unter www.philharmonie.lu