CLAUDE KARGER

„Huhn oder Ei“, fragte sich am Samstag der „Wort“-Leitartikelchef: „Erlaubt höhere Produktivität steigende Löhne oder erzwingen, umgekehrt, nicht die automatischen Lohnerhöhungen durch den Index, dass Unternehmen ihre Abläufe immer effizienter gestalten?“ Hm. Darauf gibt dem Autor zufolge jedenfalls auch die kürzlich präsentierte Uni-Studie zum Dauerzankapfel Index keinen Aufschluss. Sicher ist nur, was der im Editorial erwähnte Ökonom John Maynard Keynes schon wusste: „Auf lange Sicht sind wir alle tot“. Deshalb sollte eigentlich Zeit bleiben, das Leben ein wenig lockerer angehen zu lassen, nicht wahr? Eine ordentliche Massage kann da nicht schaden. Die wird übrigens in nächster Zeit massiv in Luxemburg gefördert. Denn der Experte Maxime Raux will hier im kommenden März den Weltrekord im Simultan-Durchkneten brechen, wie die englische wort.lu-Seite meldet. Für das Speckwalk-Festival werden über relaxrecord.com insgesamt 700 Masseure plus Entspannungssuchende gesucht - der Erlös ist für einen guten Zweck. „It should give a different image of Luxembourg to the banking sector“, meint Raux, der am Ende sicher noch für seinen Beitrag zum „nation branding“ belohnt wird. Luxemburg als Wohlfühl- statt als Steueroase auf der Weltkarte, als Knet- statt als Knete-Paradies? Wär doch relax, nicht?