CLAUDE KARGER

Ein radelnder Philosoph - oder soll man sagen ein philosophierender Radler - sagte mal, so lange er den Mont Ventoux schaffe, so lange werde er auch noch im politischen Geschäft strampeln. Die Rede geht natürlich von unserem Chefdiplomaten, der seit Anfang August wieder „auf großer Fahrt“ durch das Hexagon ist und das in diesem neumodischen elektronischen Fratzenbuch auch fast täglich dokumentiert.

Wobei der Steinforter Sozialistenmensch am Montag laut „Wort“-Online die „Königsetappe“ seiner diesjährigen „Tour de France“ meisterte und den kahlen Felsen in der Provence ein weiteres Mal bezwang. Ganze 1.400 Kilometer und 12.723 Höhenmeter wird der Außenminister in diesem Jahr mit seinem Karbon-Esel in der „douce France“ absolvieren. Total anstrengend: „Ich war in diesem Jahr fast die ganze Zeit über alleine unterwegs und musste daher auch noch mein Gepäck mitschleppen“, vertraute er dem „Wort“ an. „Die schwierigste Etappe war übriges nicht der Aufstieg zum Ventoux, sondern die Abfahrt vom Col de la Cayolle, wo ihm ein sehr heftiger Gegenwind zu schaffen machte“, heißt es weiter. Die politischen Gegenwind-Macher, von denen auch einige im Genossen-Krabbenkorb sitzen, sollten sich also weiterhin hüten...