VILLERUPTCHRISTIAN SPIELMANN

„Musée Mobile“ besucht Schulen in Luxemburg und Lothringen

Ingrid Brochard, Betreiberin einer Kosmetikfirma, begann sich ab 1995 für die moderne Kunst zu interessieren. Sie besuchte Kunstkurse in London und im Louvre, lernte nach und nach Künstler kennen und fing an, Kunstwerke zu sammeln. 2007 gründete sie ein Kunstmagazin und produzierte 2008 eine Reihe Fernsehdokumentationen über die zeitgenössische Kunst.

Komplett fasziniert von dieser Kunstform, kam ihr die Idee, ein mobiles Museum zu erschaffen, das von Stadt zu Stadt fahren und speziell den Kindern diese Kunst erklären könnte. Das „Musée Mobile“, kurz „Mumo“ genannt, wurde 2011 Wirklichkeit. Seither hat das fahrbare Museum sechs Länder besucht: Frankreich, Belgien, Spanien, Kamerun, die Elfenbeinküste und die Schweiz. Über 40.000 Kilometer hat der Lastwagen mit dem ausziehbaren Anhänger und dreiteiligen Container in der Zwischenzeit zurückgelegt. Auf Initiative des „Groupement Européen de Coopération Territoriale“ (GECT) wird das Mumo vom 20. April bis 8. Mai in Luxemburg gastieren und vom 11. bis 29. Mai im nahen Grenzgebiet, in den Départements Moselle und Meurthe-et-Moselle.

Kinder und die moderne Kunst

Am Dienstag wurde das grenzüberschreitende Projekt im Kino „Rio“ in Villerupt vorgestellt, unter anderem vom Bürgermeister von Audun-le-Tiche Lucien Piovano und der Schöffin der Gemeinde Sanem.

Da auf den bisherigen Stationen des mobilen Museums ausgezeichnete Erfahrungen gesammelt wurden, hofft man auch in den luxemburgischen Gemeinden Sanem, Monnerich, Schifflingen und Esch-sur-Alzette, wie im französischen Audun-le Tiche und Villerupt den Kindern die moderne Kunst näher zu bringen und sie vielleicht intensiver dafür zu interessieren. Der Besuch des Museums ist fakultativ. Dem Lehrpersonal werden Kurse angeboten, um sich in die moderne Kunst einzuarbeiten und ihre Klassen für den Besuch zu motivieren. Die Führungen im Mumo werden jedoch durch Mitarbeiter des Projekts durchgeführt.

Hochrangige Künstler

Die ausgestellten Werke wurden extra für diese Wanderausstellung von 14 bekannten Künstlern erschaffen (siehe Kasten).Zu hoffen bleibt, dass die allermeisten Kinder das Museum besuchen und die zeitgenössische Kunst später mit anderen, jetzt geschulten Augen betrachten werden. Geplant ist ebenfalls, den nicht in den teilnehmenden Gemeinden ansässigen Kindern und ihren Eltern den Besuch an schulfreien Nachmittagen zu gewähren, wie auch in der Nacht der Kultur in Esch-sur-Alzette am 2. Mai.


Alle weiteren Informationen auf www.musee-mobile.fr