WILTZ
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Gemeinde Wiltz will Charta „Economie Circulaire“ unterzeichnen

Trotz enormer Recycling-Bemühungen werden viele kostbare Rohstoffe und Ressourcen verschwendet, weil die Dinge nach Gebrauch nicht in ihre Bestandteile zerlegt und wiederverwendet werden (können). Die Geimeinde Wiltz ist daher stolz, den offiziellen Titel „Kommunaler Hotspot der ‚Economie Circulaire‘“ in Luxemburg zu tragen. 2015 wurde der Gemeinde dieser Status zuerkannt.

In der Zwischenzeit wurden mehrere Pilotprojekte in die Wege geleitet, die Wiltz als ein nationales Kompetenzzentrum der Kreislaufwirtschaft positionieren. Insbesondere die Entwicklung eines neuen, 27 Hektar großen Stadtviertels in Zusammenarbeit mit dem „Fonds du Logement“ sowie die proaktive Steuerung der Materialströme der Betriebe in den lokalen Gewerbegebieten sind hier hervorzuheben. Wiltz ist Vorreiter bei der Umsetzung des neuen Aktionsplans zur „Economie Circulaire“ im Rahmen des nationalen „Klimapakt Plus“. Der politische Wille zu dieser Umsetzung soll 2018 durch die Unterzeichnung einer Charta „Economie Circulaire“ durch den Gemeinderat weiter verstärkt werden. Hierbei geht es darum, in Zukunft sämtliche Aktivitäten der Gemeinde Wiltz dahin zu orientieren, dass sie einen positiven Einfluss haben auf die Gesundheit der Einwohner, die Umwelt und die lokale Wirtschaft. Insbesondere möchte die Gemeinde so unter anderem ein Arbeitsumfeld schaffen, das es allen Gemeindediensten ermöglicht, ihre Aufgaben auf sozial und ökologisch verantwortliche Weise zu planen und zu organisieren. Auch will die Gemeinde eine Aufwertung der verschiedenen materiellen Ressourcen und menschlichen Potenziale in Sinne der „Economie Circulaire“ verstärken, um kontinuierliche Ströme in Anlehnung an die Natur auf ihrem Gemeindegebiet zu etablieren.

Für Mehrwert und positive Auswirkungen auf das Umfeld

Man will „neue Organisationsformen menschlicher Tätigkeit“ unterstützen, wie beispielsweise kooperative Lebensweisen wie „Coworking“ oder „gemeinschaftliches Wohnen“, gemeinschaftliche leistungsfähige Produktion sowie die gemeinschaftliche Nutzung von Gütern und Dienstleistungen (Sharing, Fahrgemeinschaften). Auch die Förderung der Biodiversität bei der Entwicklung ihrer Projekte steht ganz oben auf der Liste.

Die Kreislaufwirtschaft soll progressiv in die Bauvorschriften integriert werden, um so Design und Bau von Gebäuden mit hohem Mehrwert und positiven Auswirkungen auf das Umfeld zu fördern. Die regionalen Wirtschaftsakteure sollen ermutigt werden, kontinuierliche Kreisläufe zu entwickeln, welche den Wert und die inhärente Qualität der Ressourcen in jeder Phase ihres Nutzungszyklus erhalten. Damit auch Pilotprojekte entwickelt werden können, durch die Modelle oder Methodologien erarbeiten werden, die später auch in einem größeren Maßstab und anderswo anwendbar sind.