PASCAL STEINWACHS

Schneider gegen Frieden, Frieden gegen Schneider, Juncker gegen Schneider... Die geplante Aufsschiffschickung des Bankgeheimnisses sorgt immer noch für die ein oder andere internationale Schlagzeile. Nachdem Schneider Anfang der Woche gesagt hatte, Juncker habe Österreichs Bundeskanzler Faymann schon vor Monaten über den Positionswechsel Luxemburgs in Kenntnis gesetzt, schickte der Premierchef jetzt seinen Direktorensprecher vor, um die Äußerungen seines Wirtschaftsministers dementieren zu lassen. Dieser habe Faymann zum Jahreswechsel „nicht klar ins Gesicht gesagt, dass das Bankgeheimnis aufgegeben wird“, so Guy Schuller gegenüber der APA. Juncker habe lediglich darauf hingewiesen, „dass die Sache nicht klar ist und die Finanzminister das untereinander regeln sollten“. Da verlief die Kommunikation regierungsintern mal wieder arg suboptimal.

Apropos Juncker: Mit diesem hat sich gestern auch der „Tageblatt“-Leitartikler befasst, und was dabei herauskommen ist, ist für den Premierchef nicht gerade schmeichelhaft. So rät das „t“ seiner Leserschaft, doch einfach mal die Stichwörter „Juncker“ und „Lüge“ bei Google einzugeben, „und schon springen 965 Einträge auf den Schirm“. Kaum zu glauben...