CLAUDE KARGER

„Keine Konterrevolution“: Das „Tageblatt“ hat den CSV-Spitzenkandidaten interviewt, ohne den wieselflinken Ex-Minister aber irgendwie auf Etwas festnageln können. In punkto Wachstumsfrage beschwert er sich darüber, dass „die Frage „Wie viel Wachstum und Wachstumstempo?“ nicht gestellt wurde“. Wer verbietet der größten Oppositionspartei eigentlich, das zu tun. Hat sie Angst, konkrete Vorschläge vorzulegen und dann erklären zu müssen, was die Wachstumsbremse alles kostet? Wenig Konkretes von Claude W., außer Sorgen um das demografische Wachstum, „dadurch dass die Zahl der Beschäftigten wächst“ und: „es geht darum, sämtliche Mittel in Bewegung zu setzen, um etwa die Niederlassung neuer Betriebe oder Produktivitätsgewinne in bereits vorhandenen Unternehmen besser steuern zu können“. Würde die CSV also Betriebe ablehnen und in andere eingreifen, ja sogar Arbeitnehmern die Niederlassung verbieten? Zeit, beim EU-Kommissionschef, „formerly known as“ Zugpferd der „Juncker-Partei“, nach dem europäischen Grundprinzip der Freizügigkeit nachzufragen... „Damit alles bleibt, wie es ist“, behielt das „T“ als Cover-Titel aus diesem Gespräch ohne jegliches Argument für einen politischen Wechsel zurück. Und fragt: „Wenn also nichts von den verhassten Gambia-Reformen rückgängig gemacht wird, warum lohnte es sich dann noch, für die CSV zu stimmen“?