GONDERINGEN
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Ein Blick auf den Streckenradar an der N11 Gonderingen-Windhof

Der Streckenradar besteht aus vier Säulenanlagen. Zwei ermitteln und messen in beide Richtungen, zwei fotografieren den Fahrer im Falle einer Übertretung, wie die Pressestelle des Ministeriums präzisiert.

Die Detektoren-Säulen erfassen das Nummernschild, die Einfahrt in die Zone, Fahrtrichtung und natürlich die Zeit. Daraus wird dann die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet. Wie Bausch darlegte, gebe der Hersteller der Anlagen, die an der N11 stehen, eine Fehlerquote bei der Erfassung der Nummernschilder von unter drei Prozent an. Sollte aber ein Nummernschild nicht genau erkennbar sein, so seien folgende Maßnahmen vorgesehen: Sollte die Software auf dem Foto bei der Einfahrt ein anderes Nummernschild erkennen wie bei der Ausfahrt - beispielsweise durch eine Verschmutzung auf der Kamera - , so könne keine Zuordnung von den beiden Bildern erfolgen und damit auch kein „Fall“, wie es von Ministeriumseite heißt. Beide Bilder würden dann automatisch gelöscht werden.

In dem Fall, wo auf den infrage kommenden Bildern jeweils der gleiche Fehler bei der Erkennung vorliege, so würde der Fall ans Centre national de traitement verschickt werden, wo eine Einzelfallprüfung erfolge, durch einen Beamten, ehe ein entsprechendes Bußgeld verschickt werden würde.

Foto: Hersteller - Lëtzebuerger Journal
Foto: Hersteller

Der Flash aus dem Anhänger 

Autonome Geschwindigkeitsmessung über Tage

Auch in Luxemburg ist er - neben den mobilen Kamerainstallationen - im Einsatz, der „Enforcement Trailer“, er ermöglicht langfristige oder permanente Geschwindigkeitsmessung an Unfallschwerpunkten, die nicht über die für eine stationäre Verkehrsüberwachung nötige Infrastruktur verfügen. „Dazu zählen Landstraßen und Baustellen, aber auch zeitlich begrenzte Änderungen in der Verkehrsführung oder der Geschwindigkeitsbegrenzungen“, erklärt Thomas Fabricius, Leitung Vertrieb und Marketing der Firma Vetro GmbH, die den Radaranhänger vertreibt. Zudem eigne sich das flexible System für den Einsatz an Stellen, an denen eine mobile Geschwindigkeitsmessung auf Grund der Gefahr für die messende Person nicht möglich ist.

Fahrzeuge können über mehrere Spuren gleichzeitig erfasst werden
Der Enforcement Trailer sei mit einer unabhängigen Stromversorgung auf Basis von Hochleistungsbatterien ausgestattet, die einen ununterbrochenen Messbetrieb über fünf Tage ermöglicht. Um den Messbetrieb zu verlängern, lassen sich die Akkus vor Ort einfach tauschen. Mit der Laser-Geschwindigkeitsmessung können alle Fahrzeuge über mehrere Spuren hinweg gleichzeitig erfasst werden. „Variable Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Durchfahrtsverbote nach Uhrzeit, Fahrstreifen und Fahrzeugklasse lassen sich ebenfalls überwachen“, wie ausgeführt wird. Ein integriertes Modem überträgt die verschlüsselten Falldaten drahtlos und ermöglicht den Fernzugriff auf das Messsystem. Damit bietet der Enforcement Trailer einen völlig autonomen, mehrtägigen Messbetrieb ohne Personaleinsatz, was zu einer deutlichen Effizienzsteigerung führt. LJ