LUXEMBURG
LJ

Eine Folge des Großbrandes bei Kronospan in Sassenheim

In der Folge des Kronospan-Brandes in der Aktivitätszone „Gadderscheier“ in Sassenheim kam es zu einer großen Belastung der Korn („Chiers“). Aufgrund der großen Mengen an Löschwasser konnten diese nicht vollständig in dem Auffangbecken der Aktivitätszone zurückbehalten werden, und ergossen sich in die Korn, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Umweltministeriums und des „Corps Grand-Ducal d’Incendie et de Secours“ (CGDIS). Proben, die an mehreren Stellen durch das Wasserwirtschaftsamt genommen wurden, sowie die der automatisierten Überwachungsstation Petingen zeigten eine hohe Konzentration an Ammonium, Schwebstoffen und eine wesentliche Reduzierung des gelösten Sauerstoffs .

Vor allem Ammoniumkonzentrationen und das fast völlige Fehlen von gelöstem Sauerstoff sind tödlich für das Leben im Wasser, besonders unter Berücksichtigung des niedrigen Wasserstands in vielen Flüssen des Landes.

Da die Umweltverschmutzung die gesamte Länge der Korn betrifft und auch Auswirkungen auf die Wasserqualität der Korn in Belgien und Frankreich hat, wurden die Behörden der Nachbarländer im Rahmen des internationalen Warnplans der Internationalen Kommission zum Schutz des Maas informiert..

Das Wasserwirtschaftsamt, in Zusammenarbeit mit dem CGDIS, hat begonnen, Sofortmaßnahmen zu implementieren, um die Auswirkungen auf das Ökosystem zu verringern.

Eine Arbeitsgruppe, der Beamten des Wasserwirtschaftsamtes und des CGDIS angehören, soll eingesetzt werden, um künftig das Löschwasser bei Großbränden in Aktivitätszonen oder bei Waldbränden (wie in den vergangenen Wochen) besser zu verwalten, heißt es weiter in der Mitteilung.

Kronospan geht aktuell nicht von Fremdeinwirkung aus

Gestern hat sich auch die Firma Kronospan zum Brand in einer Mitteilung zu Wort gemeldet und bestätigt, das der Feuerwehr-Einsatz gestern abgeschlossen werden konnte. Als Ursache des Brandes wird „die Selbstentzündung von Rinde“ genannt. Aktuell geht man bei Kronospan davon aus, dass keine Fremdeinwirkung vorliegt.

Der für solche Fälle vorgesehene Maßnahmenplan habe hervorragend funktioniert, auch dank der raschen und hochprofessionellen Unterstützung der Luxemburger Feuerwehr, heißt es weiter in dem Schreiben. „Der exzellent koordinierte Einsatz der Feuerwehr und die hohe Motivation der Feuerwehrleute“ werden belobigend hervorgehoben, hätten sie doch „maßgeblich“ dazu beigetragen, dass das Feuer vom Holzlager sich nicht auf die Produktionsanlagen ausgeweitet hat. Die Spanplattenproduktion kann nun nach zwei Tagen Stillstand wieder normal anlaufen.

Um in Zukunft solche Vorfälle noch unwahrscheinlicher zu machen, arbeitet man bei Kronospan nun ein zusätzliches erweitertes Sicherheitspaket aus, um für diesen Bereich solche Ereignisse in Zukunft vermeiden zu können.

Eine Nachbesprechung des Vorfalls mit der Feuerwehrleitung ist vorgesehen.