CLAUDE KARGER

Mann, das Autofestival hat aber so manchen Autofreund arg mitgenommen. „Wie Wilhelm Reichs Orgon-Akkumulator gelingt es dieser an Massenhysterie grenzenden, nationalen Autosause, die sonst volatile kosmische Energie im Kristalltrichter des Panoramadachs einzufangen und dann im Innern der Charakterpanzerung des Luxemburger Beamten zu einem libidinösen Knistern zu verdichten“, schreibt ein solcher in der „Revue“. „Das Autofestival, meine Damen und Herren, das macht uns in seiner esoterischen Eigenart und der daraus resultierenden kosmischen Tragweite so schnell keiner nach“, meint der Autor weiter. Eine Supersache fürs „Nation Branding“, nicht? Zumal das Luxemburger Autofestival „einzigartig auf der ganzen Welt“ ist. Kosmisch ist auch die Tragweite der Luxemburger „Space mining“-Pläne. „No Risk, No Space“ meint die „Revue“ indes zur Auseinandersetzung zwischen CSV und Weltraumminister Etienne Schneider um den „Planetary Resources“-Flop. Derweil plädiert der „T“-Leitartikler für von der Religion losgelöste Feiertage. Wenn er sich da mal keine Feinde bei der größten Gewerkschaft macht. Aber „Keine Angst, die „Jahresend-Konsum-und-Fressorgie“, offiziell als „Weihnachten“ bekannt, wird uns so sicher erhalten bleiben, wie das Amen im Gebet“. Uff und Hallelujah!