LUXEMBURG
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Wie die Regierung eine „Life Long Learning“-Strategie anspornen will

Es ist wichtig, dass wir formale und non-formale Bildung besser vernetzen“, sagte Bildungs-, Kinder-, Jugend-, Hochschul-, und Forschungsminister Claude Meisch dem „Journal“ rezent in einem Interview. Im Regierungsprogramm geht die Rede von einer „skills bank“, einer Plattform, die Akteure der Grundausbildung, der beruflichen Eingliederung, der Fortbildung und der Umschulung gemeinsam nutzen könnten. Die verschiedenen Kompetenzen der Akteure sollen so besser zusammengeführt werden - unter Leitung der Uni. Eine Studie darüber, wer was in der Weiterbildung macht, soll eine wichtige Grundlage für die Entwicklung einer übergreifenden „Life Long Learning“-Strategie werden. Das Ziel: voneinander lernen, um die besten Lösungen für die Wissensvermittlung zu finden, die heute natürlich stark von der Digitalisierung geprägt ist. Zum einen durch die starke Nachfrage nach Möglichkeiten, Kompetenzen zu erwerben, um in der digitalen Welt klarzukommen. Zum anderen werden längst digitale Methoden im Unterricht eingesetzt. Stichwort: „e-learning“. Auch hier soll die Uni Erfahrungen aus ihrem neuen „Learning Center“ einbringen. Minister Meisch will „e-learning“ von der Grundausbildung bis hin zur „validation des acquis“ einsetzen. Die Nachfrage nach Fortbildungen verändert sich ständig, da sich auch das wirtschaftliche Gefüge nicht zuletzt unter dem Druck der Digitalisierung ständig verändert. Die Qualität des Angebots muss auf jeden Fall gewährleistet sein. Deshalb will die Regierung auch eine nationale Akkreditierungsagentur schaffen. Ferner soll aus der ADEM eine echte „Agentur für die Entwicklung der beruflichen Weiterbildung“ werden. Sie wird dafür auf das „réseau d’étude sur le marché du travail et de l’emploi“ zurückgreifen können, aber auch auf das „Institut national pour le développement de la formation professionnelle continue“, unter dessen Verantwortung das „Observatoire de la Formation“ steht, sowie auf die Erfahrungen aus der „Maison de l’Orientation“. Apropos Erfahrungen: die Berufskammern haben reichlich davon in der Erstellung von Fortbildungsangeboten, die dauernd auf die Bedürfnisse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern abgestimmt werden. Selbstredend, dass sie sehr eng an der Ausarbeitung der „Life Long Learning“-Strategie beteiligt werden müssen, genau wie die Wirtschaftsverbände und die Gewerkschaften.