LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Keinen heißen Herbst, eher einen frostigen sagte der „Quotidien“ dieser Tage voraus. Schließlich müssen die Schulräume gegen das fiese Virus regelmäßig gelüftet werden. „A côté des masques de protection, les élèves devront donc se doter de pulls, d‘écharpes, de gants ou de caleçons longs pour être assis en place“. Na, der „common sense“ wird‘s richten. Der „Télécran“-Durchsager ist indes bass erstaunt: „Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Nach einer Pressekonferenz, in der Bildungsminister Claude Meisch sehr lange über den Schulbeginn und den Umgang mit dem Corona-Virus sprach, hielt sich die Kritik in überschaubaren Grenzen“, außer natürlich bei den „Social Media“-Nörglern, „die sich mutig hinter Katzenfotos, Schmetterlings-Fotos oder Auto-Fotos verstecken“. Alles in allem scheine sich aber „bei einem großen Teil der Luxemburger die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass im Schul-Herbst 2020 Kinder, Jugendliche und Lehrer mit einem schwer einschätzbaren Risiko leben müssen“, das der Bildungsminister nicht solo aus der Welt schaffen könne. Viel geschafft in seinem Leben hat indes einer, der gestern 90 wurde: CSV-Langzeitpolitiker Spautze Jang, dem seine Partei auf zwei Seiten im „Wort“ gratulierte. „Der Mann ist ein Kraftwerk“, schreibt der Parteiboss. Glückwunsch und „ad multos“.