LUXEMBURG
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Zum Weltkrebstag: Was in Luxemburg gegen die Krankheit unternommen wird

Durch eine gesündere Lebensweise - ausgeglichene Ernährung und regelmäßig Sport - könnten rund 40 Prozent der Krebsfälle vermieden werden. Das schreibt das Gesundheitsministerium in einer Pressemitteilung zum heutigen Weltkrebstag.

Seit 20 Jahren rückt dieser Tag die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung der Krebserkrankungen in den Vordergrund, an denen laut Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr weltweit über 9,5 Millionen Menschen sterben. Jeweils mehr als zwei Milllionen Krebstoten erliegen Lungen- und Brustkrebs.

1.100 Krebstote jährlich in Luxemburg - 3.000 Neudiagnosen

In Luxemburg fallen jährlich 1.100 Menschen - 600 Männer und 500 Frauen - einer Krebserkrankung zum Opfer. Bei den Männern sind sie die erste Todesursache - mit 32 Prozent der Verstorbenen -, bei Frauen mit 23 Prozent der Verstorbenen die zweite Todesursache hinter Herz-Kreislauferkrankungen. Bei den Männern sterben jährlich - im Durchschnitt auf die letzten 15 Jahre gerechnet - rund 150 an Lungenkrebs, 60 an Darm- und 48 an Prostatakrebs.

Bei den Frauen erliegen im Mittel jährlich 82 einer Brustkrebserkrankung, 64 einem Lungenkrebs und 57 einem Darmkrebs. Jährlich erhalten im Durchschnitt 3.000 Personen in Luxemburg die Diagnose „Krebs“. Ein Schock, der natürlich auch zu bedeutenden psychologischen Belastungen führt und sogar berufliche und soziale Konsequenzen zeitigt.

„Die Fortschritte in der Medizin haben es in den letzten Jahren ermöglicht, die Überlebenschancen der Patienten zu steigern“, unterstreicht eine Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums, „aber wegen ihrer hohen Prävalenz und den zahlreichen Komplikationen, die Krebserkrankungen nach sich ziehen, bleiben sie eine Herausforderung für das öffentliche Gesundheitssystem“.

Es hat mehrere Aktionspläne gegeben. Ein erster Nationaler Krebsplan erstreckte sich über die Jahre 2014 bis 2018. Der zweite umfasst die Periode 2020 bis 2024 und ist zum vergangenen 1. Januar in Kraft getreten. Er soll die verschiedenen Akteure und Aktionen gegen Krebs noch besser vernetzen und setzt deshalb auf die weitere Digitalisierung der Patientendaten, eine moderne Genetik, ein Kompetenznetzwerk „Onkologie“, die Stärkung der Krebsforschung und die Anerkennung der zentralen Rolle des Nationalen Krebsinstituts.

Auch andere Aktionspläne tragen zum Kampf gegen Krebs bei. Der nationale Tabakplan beispielsweise, die Initiative „Gesond iessen, méi beweegen“, das Mammographie-Programm, das rund 120 Krebserkrankungen im Jahr frühzeitig erkennt oder das Früherkennungsprogramm für Darmkrebs. Diese Art von Krebserkrankung kann in neun von zehn Fällen geheilt werden, wenn er rechtzeitig erkannt wird.

Mehr: plancancer.lu