CLAUDE KARGER

Reif für den Urlaub ist so manch einer dieser Tage. Zum Beispiel die „Wort“-Wochenrückblickerin, die sich irgendwie zurück in die Hippie-Zeit träumte. „Derweil sich alles um die Rettung Griechenlands dreht, tanzen die Grünen entrückt und von der Hitze leicht angeschlagen mit bunten Kopfbändern durch saftige Wiesen und grüne Wälder und träumen von einer Welt ohne Müll“, schrob sie, sowie solch wundersame Sätze wie: „Rien ne se crée, rien ne se perd. Sonnenbrillen, Grillzangen, Blumentöpfe und Verkehrsampeln. A propos. Das grüne Bäuschlein darf jetzt seine Radargeräte aufstellen“. Höchste Zeit, einen Kurs in Kreislaufwirtschaft beim Grünen-Spezialisten Claude Turmes zu belegen. Der kann übrigens Yoga und wird der Schreiberin sicher ein paar heiße Tipps zur Kreislaufpflege geben. Oder sie suche sich Rat beim „tageblatt“-Leitartikler. Der weiß nämlich wie Abkühlung geht. Äh, politische Abkühlung, beschäftigte sich der Mann doch mit dem Popularitätsthermometer der Koalitionsparteien, das derzeit in die unterste Schublade der Gefriertruhe gepurzelt ist. Andere freut‘s natürlich. Die größte Oppositionspartei etwa könne „vor Kraft kaum noch laufen“. Der Boss der Muskelprotze meinte indes im Erzbistumsblatt, man solle „politische Umfragen nicht überbewerten“ - nicht ohne entrückt zu grinsen...