LUXEMBURG
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Erstmals wieder seit zehn Jahren: Ostermarsch für den Frieden am Samstag in der Hauptstadt

Ein großer Andrang war es nicht: Schätzungsweise rund 500 Personen hatten sich am Samstagnachmittag auf dem „Glacis“ eingefunden, um am Ostermarsch für den Frieden teilzunehmen, den die „Friedens- und Solidaritätsplattform“ gemeinsam mit dem OGBL organisiert hatte. Vertreter von rund 30 Organisationen - darunter auch Politiker - hatten sich der Bewegung angeschlossen, die durch die Avenue de la Porte Neuve marschierte, anschließend durch die Großgasse und über den Kapuzinerplatz bis zum „Place Clairefontaine“. „365 Millionen Euro für den Klimaschutz - und kein Geld für Aufrüstung“, stand in Anspielung an die jährlichen Verteidigungsausgaben Luxemburgs auf einem Transparent zu lesen, auf anderen Slogans wie: „Kriege gehören ins Museum“, „Géint d’Op-Bausche vun der Arméi“ oder „Kein Blut für Öl“. Dass die Gesellschaft auf die Straße geht, um für den Frieden zu demonstrieren sei heute wichtiger denn je, meinen die Organisatoren mit Blick auf die enormen Rüstungsausgaben weltweit, welche die Mittel der Vereinten Nationen für den Kampf gegen den Hunger um ein Vielfaches übersteigen.

Luxemburg solle sich auf keinen Fall vom Druck des US-Präsidenten erweichen lassen, zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in die Rüstung zu stecken, hieß es weiter. Heute liegt dieser Anteil bei 0,6 Prozent des BIP. Beunruhigt ist man über die Aufkündigung durch Trump des Vertrags mit Russland zum Abbau von Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag). Befürchtet wird, dass ein weiterer Rüstungswettlauf beginnt und die Großmächte ihr nukleares Arsenal ausbauen.