Europaweit aktiv im Menschenhandel seit 2009

Jahrelang standen sie im Fadenkreuz polnischer Behörden, nun konnten sie festgemacht werden. Eine im Menschenhandel aktive Gruppe war seit 2009 in Polen, und Dänemark aktiv. Nun kam es zu fünf Festnahmen in Spanien sowie zwei weiteren in Polen.

Internationale Kooperation als Fundament des Erfolges

Die Gruppe wurde dabei nicht nur als hochgradig spezialisiert eingestuft, sondern war zudem äußerst gewaltbereit: Sie waren üblicherweise mit Messern, Macheten und Baseballschlägern ausgerüstet, beschrieb Europol in ihrer gestrigen Pressemitteilung. Sie zwangen ihre Opfer in die Prostitution in Dänemark und Polen und markierten sie mit Tattoos. Ihre illegalen Aktivitäten finanzierten sie zusätzlich durch den groß angelegten Anbau von Marihuana in Spanien.

Die Festnahmen folgten auf eine zwei Jahre andauernde Untersuchung durch die polnischen Autoritäten. Europol unterstütze diese bei der Kontaktaufnahme mit ihren Gegenstücken in Dänemark, den Niederlanden und Spanien. Diese internationale Zusammenarbeit sei Kernstück der Operation gewesen und habe schließlich zu den Festnahmen geführt, so Europol.

Bei zwei Hausdurchsuchungen in Spanien stellten die Behörden außerdem 2.500 Marihuana-pflanzen, 220 Kilo Haschisch, eine Cannabis-Plantage sowie mehrere elektronische Geräte sicher.