LUXEMBURG
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Beim Urlaub gab es noch nie so viele grenzüberschreitende Streitigkeiten

Kaum ein Sektor musste so stark unter der Pandemie leiden, wie der Tourismusbereich. Dies stimmt sowohl für die nationale Industrie, die mit Stornierungen und einer sich stets wandelnden Situation anpassen muss. Es stimmt auch für die luxemburgischen Touristen, die im Rahmen sich verändernder Risikogebietserklärungen nicht nur einen hohen Informationsbedarf haben, sondern auch oft Probleme haben, ihre Rechte im Streitfall geltend zu machen.

Zahlreiche Stornierungen

Das „Centre Européeen des Consommateur Luxembourg“ (CEC) schreibt in seiner gestrigen Pressemitteilung, dass es einen Anstieg von 52 Prozent bei den Fällen von grenzüberschreitenden Streitigkeiten gegenüber zu 2019 zu verzeichnen gab. Zwischen Januar und September diesen Jahres seien 3.471 Fälle bei dem Zentrum eingegangen. Davon betrafen 1.343 den Tourismussektor. Es sollte wenig überraschen, dass die absolute Mehrheit dieser Fälle im Zusammenhang mit der Pandemie stehen und es dementsprechend häufig um Reisestornierungen geht. Beim CEC gingen 694 Anfragen bezüglich von Flügen ein. Im Vorjahr waren es dagegen 311, die Steigerung beläuft sich somit auf ganze 123 Prozent.

„Es war zunächst verständlich, dass Fluggesellschaften nicht in der Lage waren, Flugtickets innerhalb der gesetzlichen 7-Tage-Frist zu erstatten. Mehr als sechs Monate nach Beginn der Pandemie in Europa ist es jedoch an der Zeit, dass Verbraucher nun eine Rückerstattung für ihre annullierten Flüge erhalten. Die Rechte der Verbraucher müssen respektiert werden, damit diese nach dem Verlust ihres Urlaubs nicht noch zusätzlich einen finanziellen Schaden erleiden müssen“, so Karin Basenach, Direktorin des Europäischen Verbraucherzentrums Luxemburg. Das CEC meldet weitere 345 Fälle, welche sich auf Hotels, Campings und anderen Übernachtungsmöglichkeiten beziehen. Dabei handelt es sich um eine Steigerung von 348 Prozent gegenüber zu 2019, wo lediglich 77 Fälle verzeichnet wurden.

Obwohl die Schulferien bereits zu Ende gegangen sind, sollen noch zahlreiche Kunden auf ihre Rückerstattungen warten, meldet das CEC in seinem Schreiben. Das CEC macht indes darauf aufmerksam, dass all jene, welche diese Rückerstattung noch nicht seitens eines in der EU ansässigen Unternehmens erhalten haben, sich an das Europäische Verbraucherzentrum wenden sollen. Sie stehen für Sie vollkommen kostenfrei mit Rat und Tat zur Seite, um eine bestmögliche Lösung für das jeweilige Problem zu finden.

Das CEC Luxemburg ist dabei Teil eines Netzwerkes von 30 Europäischen Verbraucherzentren. Es wurde sowohl vom luxemburgischen Staat als auch vom luxemburgischen Konsumentenschutz (ULC) gegründet.

Das CEC ist erreichbar unter 271, route d‘Arlon L-1150 Luxembourg | Tél: (+352) 26 84 64-1 Fax: (+352) 26 84 57 61 E-Mail: info@cecluxembourg.lu