LUXEMBURG
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Regeln für den sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern

Krach machen und Licht ins Dunkle bringen: An Silvester will heutzutage wohl niemand mehr wie früher böse Geister vertreiben. Raketen und Knallkörper gehören trotzdem für viele zum Jahreswechsel dazu. Um Gefahren vorzubeugen, sollten Verbraucher nur geprüfte Ware kaufen. Wichtige Fragen und Antworten dazu:

Wie erkenne ich sicheres Feuerwerk?

Wie sich Feuerwerk bei Belastung oder unter Hitze verhält, wird technisch von entsprechenden Stellen überprüft, in Deutschland (sehr viele Lieferanten für Luxemburg kommen hier her) ist es die deutsche Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Haben die Artikel des Herstellers den Test bestanden, bekommen sie eine Registriernummer und die CE-Kennzeichnung. Am Anfang dieser Nummer steht dann zum Beispiel die Zahl 0589 - das Kürzel für das BAM als Prüfstelle. Dann wird die Kategorie angegeben, also etwa das Kürzel F2 für klassisches Feuerwerk. Am Ende finden Kunden eine fortlaufende Nummer. Mit der CE-Kennzeichnung erklären die Hersteller, dass das Produkt den geltenden europäischen Vorschriften entspricht. Bei den Verkäufern sollten Sie darauf achten, dass sie eine Genehmigung der Gewerbeinspektion haben. Die ITM macht besonders zu Jahresende Kontrollen bei den Verkaufsstellen.

Wie kann ich Feuerwerk daheim lagern?

Damit das Feuerwerk nicht vorzeitig zündet, muss man es kühl und trocken lagern. Deshalb sollten Käufer es zum Beispiel nicht in unmittelbarer Nähe von Heizkörpern aufbewahren, raten Experten. Ebenso tabu: Daneben rauchen oder ein offenes Feuer machen. Auch Kinder sollten nicht an die Raketen gelangen. In bewohnten Räumen darf man bei Feuerwerk der Kategorien F1 und F2 maximal ein Kilogramm an Nettoexplosivstoffmasse lagern. Wie viel davon sich im einzelnen Feuerwerkskörper verbirgt, steht nach BAM-Angaben in der Kennzeichnung oder auf der kleinsten Verpackung. In der Garage oder einem Schuppen sind dagegen laut BAM bis zu 15 Kilogramm erlaubt.

Worauf muss ich beim Zünden achten?

Wer das Feuerwerk nachts zünden will, sollte sich vorher in Ruhe und bei Licht die Gebrauchsanleitung genau durchlesen - denn später ist es oft hektisch und dunkel. Feuerwerk der Kategorie F2 darf man nur draußen zünden - in der Regel mit einem Sicherheitsabstand von mindestens acht Metern zu Menschen oder Gebäuden. Bei der Kategorie F1 beträgt der Mindestabstand einen Meter.

Wichtig ist ein fester Untergrund. Bei Raketen empfiehlt die BAM, den Leitstab in die Flasche und dann beides in einen Getränkekasten zu stellen. Denn frei stehende Flaschen kippen leicht um. Auch auf die Windrichtung sollte geachtet werden. Weitere Sicherheitsmaßnahmen nennt die Polizei: Was beim ersten Mal nicht gezündet hat, auf keinen Fall erneut zünden und überhaupt zehn Minuten warten bis man sich an das unexplodierte Feuerwerk heranwagt. Nachdem das Feuerwerk vollständig abgebrannt zu sein scheint, am besten eine halbe Stunde warten, bis man aufräumt. Es kann immer sein, dass sich noch Pulverreste entzünden. Außerdem ist es ratsam, immer einen Eimer Wasser als Löschmittel in greifbarer Nähe zu haben. Dass Feuerwerkskörper nie gezündet werden sollten, wenn man sie in der Hand hält, versteht sich von selbst.

Und wenn doch etwas schief geht?

Der Rettungsdienst CGDIS rät, im Brandfall alle Personen zu evakuieren, die Türen hinter sich zu schließen und den Notruf 112 zu wählen. Verbrennungen sollten zunächst mit lauwarmem Wasser gekühlt werden. Auch hier die 112 benachrichtigen.

Einen praktischen Überblick über erlaubte Feuerwerkskörper und Sicherheitsmaßnahmen gibt es hier: tinyurl.com/feuerwerkanleitung