PASCAL STEINWACHS

Dass am Tag der Arbeit eher geprostet als gearbeitet wird, und zwischen dem Tag der Arbeit und dem Wochenende traditionell die Brücke gemacht wird, hat sich das immer noch ziemlich naive blau-rot-grüne Kabinettdings anscheinend derart zu Herzen genommen, dass es selbiges gestern ebenfalls getan hat, und aus diesem Grund sogar den freitäglichen Regierungsrat sausen ließ und einfach auf nächsten Montag verschoben hat.

Ganz anders hingegen Ultra-Stachanowist Juncker, der auch in dieser Woche wieder derart unermüdlich europagewahlkämpft hat, dass er nicht einmal die Zeit fand, anständig zu essen, wie das Erzbistums-„Wort“, das den Barroso-wollen-Werder einen Tag auf seiner „Grand Tour“ begleiten durfte, gestern nicht ohne Entsetzen feststellte: „Ein Mini-Buffet wartet als spätes Mittagessen in der VIP-Lounge auf Juncker“. Dass dieser zuvor in Sofia „ein Bad in der Menge“ genommen, eine Zeitung am Kiosk gekauft, einer älteren Dame die Hände geküsst und einen Kaffee getrunken hat, und überdies auch noch Englisch reden kann, wird natürlich nicht verschwiegen. Und wer noch immer nicht genug hat, der kann sich am nächsten Donnerstag das Public viewing des Juncker/Schulz-ZDF-Duells im hauptstädtischen Independent Café ansehen...