LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Spätestens 2022 soll das Gesundheitsministerium die Villa Louvigny verlassen

Für Generationen von Radiohörern war es ein Sehnsuchtsort. Von dort sendete Radio Luxemburg in etlichen Sprachen die aktuellsten Hits nach Europa - während in den Zielländern noch ganz betulich Opas Radio an der Tagesordnung war. Die „Villa Louvigny“, die auch einen Konzertsaal beherbergt, stand für frisches jugendliches Radio. Lange her. Seit etlichen Jahren residiert das Gesundheitsministerium in der ehemaligen Sendezentrale im Stadtpark, aber jetzt stehen wieder Veränderungen an. Das Ministerium will umziehen. Mars Di Bartolomeo, LSAP-Abgeordneter und für zwei Legislaturperioden Gesundheitsminister wollte von Mobilitäts- und Bautenminister François Bausch wissen, wann und wohin das Ministerium zieht und wie die Zukunft der Villa Louvigny aussehen soll?

Nach Gasperich und Hamm

Bausch verwies auf Auskünfte des Finanzministeriums, wonach das Gesundheitsministerium Anfang 2022 ein Gebäude in der Rue Charles Darwin in Luxemburg-Gasperich beziehen wird.

Die Gesundheitsdirektion wechselt in das Verwaltungsgebäude „Greensquare“ in Luxemburg-Hamm. Zeitweise werden auch zwei zusätzliche Etagen im Gebäude EIPSO, ebenfalls in Hamm, bezogen werden. Allerdings müssen noch Arbeiten des Hauseigentümers abgewartet werden. Hinzu kommt die Zeit für die notwendige IT-Ausstattung. Nach derzeitigem Stand können die Vorbereitung für die Umzüge ins EIPSO im April und die ins Gebäude „Greensquare“ im Juni 2020 beginnen.

Entsprechend dem Koalitionsabkommen wird das Kulturministerium in Zukunft die Villa Louvigny nutzen, dort wird derzeit an einem Bauprogramm gearbeitet. Das Bautenministerium führt gleichzeitig eine Machbarkeitsstudie zu Renovierung und Instandsetzung der Villa Louvigny durch. Da das Gebäude seit 2018 unter Denkmalschutz steht, arbeitet man dabei eng mit dem nationalen Denkmalschutzamt (SSM) zusammen. Das Bauprogramm und die Planung werden etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen, mit einem Baubeginn sei Mitte 2023 zu rechnen, so Bausch abschließend.