süß-sauer. So muss manchem der zahlreichen Gäste bei der Eröffnung der „Rotondes“ am Bahnhof am vergangenen Samstag, die Dankes-Rede von Direktor Robert Garcia angemutet haben. Aber eigentlich war es mehr eine Art Märchen, die Garcia im Zusammenspiel mit der Erzählerin Betsy Dentzer dem zahlreich erschienen Publikum - darunter auch das erbgroßherzogliche Paar, Premierminister Xavier Bettel und Kulturministerin Maggy Nagel - darbrachte. Manche seien sicher nur gekommen, um zu sehen, ob es im Anschluss nur Erdnüsse und Leitungswasser gibt, lästerte Garcia in Anspielung auf die Budgetprobleme mit denen sich die „Rotondes“ immer wieder konfrontiert sehen.
Nun sei aber mal das „vorläufige Ende einer kulturellen und urbanistischen Baustelle von über 20 Jahren“ in Sicht, sagte Garcia, der vor zwei Jahrzehnten zu jenen gehörte, die aus den 1875 erbauten Rundhallen zur Reparatur von Lokomotiven und sonstigem Eisenbahnmaterial ein Museum für zeitgenössische Kunst machen wollten. Im Kulturjahr 2007 brachte der Koordinator Robert Garcia Leben mit Kinder- und Jugendkunstprojekten Leben in die Bude. Das Konzept war ein großer Erfolg, Regierung und Hauptstadtführung sprachen sich für die Renovierung der denkmalgeschützten Rundhallen aus. Für die Zeit der Arbeiten wurden die „Rotondes“ in ein Gebäude des Unternehmens Paul Würth in Hollerich einquartiert. Doch nicht zwei, sondern acht Jahre mussten die „Carré Rotondes“ dort ausharren. Acht Jahre „Fight Club“, wie Robert Garcia diese Phase bezeichnete. Ist nun Schluss damit? Auf jeden Fall will die Regierung den „Rotondes“ 2016 mehr Mittel zur Verfügung stellen. Die zweite Rundhalle harrt indes noch immer einer Renovierung, doch finden darin bereits Aktivitäten statt. Sehr aktiv ging es in den „Rotondes“ jedenfalls bei der Eröffnungsfeier zu, bei der sich an den offiziellen Teil eine Party-Nacht und ein ganzer Event-Sonntag anschlossen.
Mehr unter www.rotondes.lu. Der Mitschnitt des Auftritts Garcia/Dentzer ist auf
der Webseite von Radio 100,7 zu finden: tinyurl.com/q44wwry






