LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Der Escher Bürgermeister sorgt sich um Kollision von Esch 2022 mit der Baustelle des Nationalarchivs

Der Escher Bürgermeister Georges Mischo, im Nebenberuf auch Parlamentsabgeordneter der CSV, macht sich Sorgen um das Kulturjahr 2022 in Esch-Belval. Mischo fürchtet, dass ihm und tausenden Besuchern das Fest durch den gleichzeitigen Bau des Nationalarchivs in Esch-Belval verdorben wird. Konkret fürchtet er Störungen durch Baulärm und Baustellenverkehr.

Kulturministerin Sam Tanson (déi Gréng) versucht in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage Mischos dessen Befürchtungen zu zerstreuen, macht aber schon in den ersten Sätzen ihrer Antwort klar, dass am Bau des neuen Nationalarchivs, exakt zum geplanten Zeitpunkt bis 2023, kein Weg vorbeiführen wird. Zu wichtig sei das nationale Dokumentenerbe, als dass man es weiter den derzeitigen Provisorien aussetzen könne.

Tanson rechnet mit einem Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte 2021 und einer Bauzeit von drei Jahren - einen normalen Verlauf vorausgesetzt. Die Baustellenorganisation soll von vorneherein Rücksicht auf die Veranstaltungen von „Esch 2022“ nehmen. So wird die Zufahrt zur Baustelle nicht über die Avenue du Rock`n Roll erfolgen, um Probleme mit Kulturtouristen zu vermeiden. Um eine übermäßige Lärmbelästigung zu verhindern, werden potenzielle Lärmquellen wie Lagerflächen und Werkstätten entlang der Avenue des Hauts-Fourneaux errichtet. Der Bauplatz werde umfassend und vor allem massiv eingefriedet werden. Jeder Baustellenabschnitt wird abgeschirmt und für Unbefugte nicht zugänglich sein, betont die Kulturministerin. Die Baustelle werde rund um die Uhr von einer Sicherheitsfirma be- und überwacht werden.

Der massive Bauzaun soll eine Nahsicht auf die Arbeiten verhindern, ist aber gleichzeitig geeignet gestalterisch in das Projekt „Esch 2022“ integriert zu werden.