BRIGHTON
SIMONE MOLITOR

In Brighton pulsiert nicht nur die Musik- sondern auch die Kunstszene

Im südenglischen Brighton pulsiert nicht nur der Beat - immerhin sind dort Musiker und Bands wie Architects, Passenger, The Kooks und Fatboy Slim beheimatet -, auch die Kunstszene hat längst einen großzügigen fruchtbaren Nährboden für ihr kreatives Schaffen gefunden. Die Stadt an der Küste des Ärmelkanals hat kulturell einiges zu bieten, lässt noch dazu die Herzen der Architektur-Liebhaber wegen ihres interessanten architektonischen Mixes höher schlagen, ist aber auch im wahrsten Sinnes des Wortes ein überaus bunter Ort.

Kontrastprogramm

Besonders den urbanen Bereich haben sich viele aufstrebende Talente - die meisten ganz legal - zu eigen gemacht. Mit Sprühdose oder Farbeimer und Pinsel waren in vielen Seitenstraßen und Ecken der Stadt Streetart-Künstler am Werk. Sie haben dem dreckigen Grau, das in Großstädten nun einmal dazu gehört, farbenprächtige Elemente entgegen gesetzt und so viele Viertel in einzigartige Open-Air-Kunstgalerien verwandelt. Mal wurden nur Stromkästen oder Laternenpfähle, mal ganze Häuserfassaden - insbesondere in der Kensington Street - oder die Rückseiten von Gebäuden kunstvoll verziert. Über die Schmierereien von Möchtegernkünstlern sieht man großzügig hinweg.

„Streetart-Guerrero“ Banksy

Das Stadtviertel „North Laine“ und das „New England Quarter“ sind wahre Epizentren dieser äußerst dynamischen Straßenkunstszene. Musiklegenden wie Michael Jackson, James Brown, Jim Morrison, David Bowie oder John Lennon wurden mit der Sprühdose Denkmäler gebaut, genau wie klare politische Statements den urbanen Raum schmücken. In vielen Ecken sind so etwa die Schablonen-Graffiti vom legendären „Streetart-Guerrero“ Banksy zu finden, beispielsweise die berühmten „Kissing Coppers“. Eine ähnliche Technik benutzt indes ein Künstler oder eine Künstlerin, der/die sich Minty nennt.

Andere Werke sind so perfekt und detailliert ausgearbeitet, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Wer Brighton besucht, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, auf Entdeckungstour zu gehen.