KAHLER
JEFF KARIER

„Make Koler Kooler“ kombiniert Kunstvernissage mit Dorffest

Urbane Kunst, vielfältige Musik und einiges fürs leibliche Wohl gab es gestern in Kahler. Hier fand mit „Make Koler Kooler“, ein Fest der besonderen Art statt. Hinter dem Namen steckt ein Projekt des Grafikers und Künstlers Alain Welter, das im Rahmen seiner Bachelorarbeit entstand. Dabei ging es „um die Rolle des Gestalters in Zeiten der Urbanisierung und was dieser zur Lösung der Probleme, die durch die Urbanisierung entstehen, tun kann“, erklärt der 24-Jährige. Mehrere Fassaden in dem kleinen Dorf im Westen des Landes verschönerte er mit Motiven, die zu der Geschichte Kahlers oder den jeweiligen Bewohnern der Häuser passen.

Kunst und Nachhaltigkeit

Um seine Kunst, die in einer späteren Phase auch vom Kulturministerium unterstützt wurde, der Öffentlichkeit zu präsentieren, fand gestern die Vernissage der Ausstellung statt. Diese wurde mit dem traditionelle „Duerffest“, das jährlich vom „Club des Jeunes Koler“ organisiert wird, kombiniert. Den musikalischen Rahmen bildeten die „Hunneg-Strëpp“, „Seed to Tree“, „Räpzodi“, „Bartleby Delicate“ und „All Reitz Reserved“. Auch gab es einen kreativen Markt mit anderen Künstlern sowie Live-Painting. Und der „Akabobus“ zeigte seine Auswahl an organischer und fairer Kleidung.

Wie jedes Jahr zum „Duerffest“ gab es neben Spezialitäten vom Grill auch einige Gerichte und mehrere Biere zur Auswahl. Um die Mittagsstunde war das Festgelände bei schönstem Wetter gut gefüllt und praktisch jeder Tisch besetzt. Über den Tag verteilt werden sicherlich mehr als 1.500 Leute zum „Make Koler Kooler“ gekommen sein.

Nachdem die Blasmusikanten der „Hunneg-Strëpp“ ihr Konzert beendet hatten, sorgte eine längerer Regenschauer für eine Unterbrechung des regen Treibens. Gegen 16.00 zeigte sich aber wieder die Sonne.

„Alles ist bislang sehr gut gelaufen, trotz des Regens“, erklärt Welter, der interessierte Besucher durch das Dorf führte und Erklärungen zu seinen Werken gab. Allerdings hatte er mit einem solch großen Interesse an dem Fest nicht gerechnet. Eine zweite Auflage in dieser Form wird es im kommenden Jahr jedoch vermutlich nicht geben, war die Vernissage von Welter doch der Kern der Veranstaltung.